Archiv - 'Presse'

Freitag 16.02.07, 14:28 Uhr

Das Versteckspiel - Symbole, Codes und Lifestyle der extremen Rechten

Ein Referent des “Antirassistischen Bildungsforums Rheinland” (ABR) beleuchtet am Dienstag, 30.1., 19.30 Uhr im Sozialen Zentrum, Rottstr. 31, die Codes, Symbole und Marken rechter Jugendlicher und analysiert sie im Kontext des entsprechenden Lifestyles.Viele Menschen in Bochum haben erst in der Auseinandersetzung mit dem Nazi-Laden in der Oskar-Hoffmann-Straße realisiert, dass Nazis nicht mehr unbedingt als Springerstiefel-tragende Glatzen rumlaufen. Die Nazi-Szene saugt Leute aus verschiedenen Subkulturen auf, gibt sich aber auch gern ganz adrett und bürgerlich und entwickelt unterschiedliche Identifikations-Codes. Politische Symbole sind dabei die komprimierte Darstellung der wesentlichen Grundsätze ihrer Weltanschauung. Ihre Wiedergabe vermittelt zwar einen bestimmten Inhalt, ist jedoch gerade bei jugendlichen TrägerInnrn erst einmal “nur” Ausdruck eines rechten Lebensgefühls. Die politische Botschaft kann sich in der Aufwertung des Eigenen und der Ablehnung alles Fremden erschöpfen.

Zum Hintergrund der Veranstaltung: Das Hakenkreuz kennen alle, den Gruß “Heil Hitler” auch. Doch was, wenn solche Inhalte versteckt werden? Wenn die verbotene Formel “Heil Hitler” durch eine Zahl ersetzt wird und sich so manche SportlehrerInnen nichts dabei denken, wenn ihre Schützlinge Baketball-Shirts mit der Rückennummer “88? tragen? Was nach Außen unauffällig wirkt, hat nicht nur für rechte Jugendliche eine enorme Bedeutung. Die mehr als 120 bekannten Zeichen, die verdeckt oder offen eine politische Orientierung nach rechts mitteilen, sind für die meisten Außenstehenden eine Fremdsprache. Sie sind ebenso wie bestimmte Bekleidungsmarken - wie z.B. Thor Steinar - jedoch nicht nur Erkennungsmerkmal für Gleichgesinnte und vermitteln ein Gruppengefühl, sie transportieren auch eine politische Botschaft. Ähnlich der Funktion neonazistischer Musik für die HörerInnen, kann ein unscheinbares Symbol eine große Bedeutung für seine TrägerInnen haben.

Dienstag, 30.1., 19.30 Uhr, Soziales Zentrum, Rottstr. 31

Donnerstag 02.03.06, 18:03 Uhr

SZ: Geburtstagsparty des Sozialen Zentrum

Pressemitteilung und Einladung vom 2. März 2006

Samstag, 4. März, ab 15.00 Uhr Geburtstagsparty des Sozialen Zentrum

Am kommenden Samstag, dem 4. März, lädt das Soziale Zentrum ab 15.00 Uhr in die Rottstraße 31 zur Geburtstagsparty. Seit einem Jahr besteht nun der alternative Treffpunkt in der Bochumer Innenstadt. Mehr als 20 Gruppen und Initiativen treffen sich hier regelmäßig. Das erste ereignisreiche Jahr brachte viele politischen Veranstaltungen, Diskussionen und Partys. Für alle, die das Zentrum noch nicht kennen, bietet sich am Samstag die Möglichkeit, die vielfältigen Initiativen, die sich unter seinem Dach befinden, kennenzulernen.

Beginn ist am Samstag um 15.00 Uhr mit Kinderprogramm, Kaffee und Kuchen. Während des Tages laufen eine ganze Reihe von Veranstaltungen und Workshops. Attac campus informiert z. B. über verschiedene Verschlüsselungstechniken auf dem PC, die Redaktion von Bo-alternativ.de zeigt, wie einfach Initiativen an eine kostenlose Internetpräsenz kommen können. Der Notstand präsentiert eine Auswahl neuer Zeitschriften und Büchern.Das Schreibhaus erläutert, welche Unterstützung es gibt, wenn Interessierte selber schreiben wollen. Vielleicht gibt es sogar die ein oder andere Lesung. Die Compterfreaks vom “Labor” bereiten spielerische Überaschungen vor. Die Gruppe food not bombs berichtet über den politischen Hintergrund ihrer Arbeit und bereitet gleichzeitig ein veganes Buffet für den Abend vor. Die Gruppe Indymedia Ruhr zeigt eine Videodokumentation über das Sozialforum am vorletzten Wochenende im Bahnhof Langendreer. Zum Geburtstag des Sozialen Zentrums hat sich auch eine Video-Gruppe gegründet, die das Zentrum und seine verschiedensten Aktivitäten gefilmt hat und am Samstag das Ergebnis vorführen wird. Um 20.00 Uhr wird den Film die “Kinder von Ahaus” von Jessica Krumacher gezeigt.

Abends ist dann akustischer Folk-Reggae mit der Gruppe Consenso zu hören. Ab 22.30 Uhr bittet dann das El-Zapatista-Soundsystem zum Tanz. Die DJs legen Musik u.a. aus dem Mestizo-Reggae-Latin-Ska-Punkrock-Spektrum auf. Der Eintritt ist frei.

Mittwoch 23.02.05, 12:00 Uhr

Eröffnung des Sozialen Zentrums Bochum am 26.2.

Pressemitteilung vom 23.2.05

Am 26. Februar feierte das kürzlich gegründete Soziale Zentrum Bochum (Rottstraße 31) seine offizielle Eröffnung. Alle Interessierten waren eingeladen, bei kostenlosem Buffet das Soziale Zentrum näher kennen zu lernen. Die am Zentrum beteiligten Initiativen sowie der Trägerverein freiraum e.V. stellten sich an diesem Tag mit Infoständen und im Rahmen kleinerer Veranstaltungen vor. Den Auftakt bildete um 16 h die Kinderwerkstatt, um 17 h folgte eine Lesung des Schreibhaus e.V. und der Initiative Treibgut. Ab 19 h gab es ein Konzert und anschließend eine Party.
Ein unkommerzieller Raum im Herzen der Stadt

Das Soziale Zentrum soll einen gemütlichen, kommunikativen Raum bieten, in dem man sich ohne den Zwang zu konsumieren (wie sonst in Kneipen und Cafés üblich) treffen kann. Zudem soll es offen stehen für Menschen, die ihre Ideen für soziale, politische und kulturelle Aktivitäten verwirklichen möchten. Es wird Beratungsmöglichkeiten, kulturelle und politische Veranstaltungen, sowie Bildungsangebote geben, die offen sein sollen für alle Interessierten. Bereits jetzt bietet die Initative Unabhängige Sozialberatung drei Mal in der Woche eine unabhängige Sozialberatung für ALG-II EmpfängerInnen an.

Die Gründung des Sozialen Zentrums ist auf die Bemühungen des gemeinnützigen Vereins freiraum e.V. zurückzuführen. Dieser hatte sich seit seiner Gründung Anfang der 1980er dafür eingesetzt, geeignete Flächen zu suchen und anzumieten. Seit Beginn dieses Jahres stehen den am Zentrum beteiligten Gruppen und Einzelpersonen die Räumlichkeiten in der Rottstraße 31 zur Verfügung. Seither wurden Renovierungs- und Ausbesserungsarbeiten in Eigenregie durchgeführt. Auch die künftige Organisation und Verwaltung rund um das Soziale Zentrum wird von den Gruppen und Personen geleistet, die an seiner Nutzung beteiligt sind.

Das Soziale Zentrum verfügt über 240 qm, die über zwei Stockwerke verteilt sind. Das obere Stockwerk hat der freiraum e.V. an den Literaturverein Schreibhaus e.V. und den neu gegründeten Verein Labor e.V. untervermietet. Unten befinden sich neben Gruppen- und Büroräumen der Zeitschriften- und Büchertisch der_notstand und ein weiterer großer Raum, der von Initiativen Café genutzt werden kann.