Archiv - 'Newsletter'
Newsletter März 2007
Liebe LeserInnen des SZ-Newsletters, nachdem zwei Monate ohne SZ-Newsletter ins Land gezogen sind, hier ein neuer Versuch für den März.
Inhalt:
- Das Programm für März ist da!
- Schwerpunkt im März: Stop Repression
- Die “Freie Uni Bochum” im SZ-Exil
- SZ-Monatsplenum
1. Das Programm für März ist da! In Papierform ausliegend im SZ und (hoffentlich) in der Kneipe Deines Vertrauens.
2. Schwerpunkt im März: Stop Repression
Repression hat weltweit die Funktion der Herrschaftssicherung. Sie soll abschrecken, einschüchtern, vereinzeln, verunsichern, beugen, brechen,… Ausgeübt wird diese Repression vom Staat. Der Staat der mit seinen PolizistInnen, FallmanagerInnen, Sicherheitsdiensten, SoldatInnen, vor allem das kapitalistische Prinzip der Profitmaximierung schützen soll. Auch werden die momentanen Eigentumsverhältnisse, also dass wenige immer mehr und viele immer weniger zum leben haben, abgesichert.
Das System ist auf Repression gebaut. Deswegen ist es nur logisch, dass Widerstand, der auf Systemüberwindung abzielt, mit Gewalt beantwortet wird. Es liegt an uns, das Gewaltmonopol des Staates jeden Tag in Frage zu stellen, um dadurch die Perspektive einer befreiten Gesellschaft, die sich an den Bedürfnissen aller Menschen orientiert, voran zu schieben. Klar ist aber, dass wir die Repression, die uns als Linke trifft, nicht losgelöst davon betrachten können, dass auch SchwarzfahrerInnen, DiebInnen, DrogenhändlerInnen etc. mit immer härteren Strafen rechnen müssen. Es ist zu beobachten, dass das Wohlverhalten bestimmter Teile der Bevölkerung, nicht mehr - wie in den letzten Jahrzehnten - durch soziale Transferleistungen erkauft wird. Das Stillhalten von sozialen oder politischen Risikogruppen soll stattdessen mit verschärfter Repression sichergestellt werden. Damit diese effektiv funktionieren kann, müssen Kontroll- und Überwachungsmechanismen ausgebaut werden.
Davon wollen wir im März zwei Themen aufgreifen. Anlässlich des „Internationalen Tages des politischen Gefangenen“ wird die Rote Hilfe Bochum/Dortmund eine Veranstaltung zur Rolle der BRD im Umgang mit dem Fall „al-Masri“ machen, eingeladen ist sein Anwalt.
Wir informieren außerdem über die jüngsten Vorhaben der Ermittlungsbehörden, die Online-Schnüffelei weiter auszuweiten und gesetzlich abzusichern. Links: www.rote-hilfe.de und bundestrojaner.zenzizenzizenzic.de
3. Die “Freie Uni Bochum” im SZ-Exil
Begrüßen an dieser Stelle wollen wir noch die Freie Uni Bochum (im Exil), die nach der gewaltsamen Räumung und dem Versuch der Kriminalisierung sich nun u.a. im Sozialen Zentrum weiter existieren wird.Trotz Räumung machen die Aktiven der Freien Uni Bochum weiter. (Fast) jeden Samstag im Monat findet das FUB-Cafe der Freien Uni Bochum statt. Bei netter Musik in gemütlicher Runde wollen wir uns austauschen, diskutieren und weitere Aktionen und Veranstaltungen planen. Der Kampf für ein sozial gerechtes Bildungssystem geht weiter! www.freie-uni-bochum.de
4. SZ-Plenum
Plenum muss sein
Newsletter Dezember 2006
Es ist viel passiert seit dem letzten Newsletter des Sozialen Zentrums. Doch die Welt dreht sich immer noch im Kreis und so gibt es jetzt wieder - hoffentlich auch regelmäßig - diesen elektronischen Brief, der Euch über die Geschehnisse im SZ und drum rum informieren will.Themen:
1) stricly antfascist - Thor Steinar, entflammBAR und G8
2) SZ Monatsplenum - verteilte Lasten
3) Weihnachtszeit, Spendenzeit
4) Dezember-Programm Online
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1) strictly antifascist
AntifaschistInnen aufgepasst. Ein neuer Klamottenladen in der Oskar-Hoffmann-Straße wirbt um Aufmerksamkeit. Angeboten wird „Designermode“ des rechtsextremen Modelabels „Thor Steinar“, das bewusst historische NS-Elemente, SS-Kult und völkische Symbolik mit „stylishen“ T-Shirts, Jacken und Hosen verknüpft. An den Klamotten verdient der rechte Rand, der damit seine menschenverachtende Ideologie weiter verbreiten kann. Der Laden entwickelt sich als Verbreitungspunkt rechtsextremen Lifestyles, Treffpunkt neofaschister Gesinnungsgenossen und Versuch rechten Codes zu gesellschaftlicher Akzeptanz zu verhelfen, schreibt die Antifa-Gruppe „Azzoncoa“, die sich jeden 1. Samstag im Monat im Bahnhof Langendreer treffen.
Erster Treffpunkt für AntifaschistInnen aller Art ist im SZ jeden Freitagabend die entflammBAR. Egal welche Mode gilt, hier heißt es: no nazis - strictly antifascist. Dazu gibt es jeden ersten Freitag im Monat Cocktails, jeden dritten die „radical movie session“, darüberhinaus schmackhafte Volxküche. Gleichzeitig kann hier bei bunten Getränken im lockeren Rahmen Kontakt zu den Aktiven im SZ aufgenommen werden.
Nationale Gesinnung soll bei dem dräuenden Gipfeltreffen der acht selbsternannten mächtigsten Staaten keine Rolle spielen. Zu einig sind sie sich in ihrer neoliberalen Auflösung von öffentlichen Märkten zugungsten privater Investoren. Darunter leidet weltweit die gerechte Versorgung mit Bildung, Energie, Gesundheit, Mobilität und Wohnen - wer zahlt, bekommt. Der G8-Gipfel in Heiligendamm im Juni 2007 wird deswegen thematisch den IV. Kongress des Bochumer Sozialforums am 23. und 24. Februar 2007 bestimmen. Dabei soll es neben den Fragen um “inszenierte Politik” vor allem um die lokale “Erdung” inter- und nationaler Politik gehen: Wie wirken sich die Absprachen der G8 auf den Alltag der Menschen hier und anderswo aus, wie schlagen die Instrumente von EU-Politik, WTO, IWF und Weltbank zu? Dazu soll es an den beiden Kongress-Tagen sowohl um Analyse und Kritik als auch um konkrete Aktionen und Widerstand gehen. Am Samstag, 24.2.07, werden Workshops einzelne Themen vertiefen. Lokale und regionale Gruppen und Initiativen sind deswegen herzlich zu den jeweilig bei bo-alternativ.de angekündigten Vorbereitungstreffen im SZ eingeladen, um ihre Vorschläge und Ideen für Workshops, Vorträge und Diskussionen einzubringen.
Wir sehen uns in der entflammBAR!
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2) SZ-Monatsplenum Dezember: verteilte Lasten
Mittwoch, 6. Dezember, 19 h
Das gut besuchte SZ-Plenum vom 1. November war ein großer Erfolg. Mehrere BesucherInnen und NutzerInnen erklär ten sich bereit, einige der reichlichen Aufgaben, die ein autonomes selbstverwaltetes Zentrum mit sich bringt, zu übernehmen und die bisherigen Superaktiven etwas zu entlasten. Viele TeilnehmerInnen stellten fest, dass das Plenum eine gute Gelegenheit ist, sich der gemeinsamen Bedeutung des SZ und der notwendigen Unterstützung zu versichern. Das nächste „große“ Plenum soll am 6. Dezember mehr Klärung bringen zu einem gemeinsamen Renovierungs- und Verschönerungstag, der dann in eine Feier münden soll, vielleicht sogar: Zwei Jahre Soziales Zentrum!
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3) Weihnachtszeit, Spendenzeit
Weihnachtszeit, Spendenzeit… Weihnachtszeit, Spendenzeit. Nicht nur bei den gemeinsa men Aktionen kann das SZ Unterstützung immer gebrauchen. Auch die fi nanzielle Ausstattung lässt sich jederzeit durch finanzielle Gaben verbessern. Wer darüber hinaus nicht nur zwischen den Jahren „Überflüssiges“ loswerden will, wird Mitglied im freiraum e.V. und fördert wie viele andere das SZ und die antifaschistische, antirassistische Arbeit der Initiativen durch regelmäßige Beiträge. Spendet und werbt Mitglieder! Das Beitrittsformular für unseren Trägerverein, den freiraum e.V., findet Ihr unter:
www.bo-alternativ.de/freiraum/beitritt.pdf
Kontakt: freiraum@bo-alternativ.net
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4) Dezember-Fyler Online
Den Programm-Flyer für Dezember mit allen Terminen ist online
