Archiv - 'Bochumer Sozialforum'
Weltwirtschaftskrise und die sozialen Bewegungen in Bochum
Auf dem letzten Monatsplenum des Bochumer Sozialforums sind wir zu dem Ergebnis gekommen, dass es sinnvoll wäre, sich mal gemeinsam zusammenzusetzen und zu überlegen, mit welchen Veranstaltungen oder Aktionen wir auf die aktuelle ökonomische Krise reagieren könnten.
Auch wenn fleißig versucht wird, diese Krise als persönliches Versagen von gierigen ManagerInnen zu erklären, begreifen immer mehr Menschen, dass die Ursachen wohl doch eher im System unserer Wirtschaft und Gesellschaft zu suchen sind. Dies könnte eine Chance zu Ermutigung sein. Vielleicht ist es der Zeitpunkt, zu dem die Sozialforen ihr Motto ändern sollten: Aus “eine andere Welt ist möglich” könnte nun werden: “Eine andere Welt ist nötig!”
Wir wollen uns am kommenden Montag, 10. November um 19.00 Uhr im Sozialen Zentrum, Rottstr 31, treffen, um Ideen zu sammeln und um zu sehen, wie viel Motivation und Arbeitskapazität wir haben, um aktiv zu werden.
Besonders eingeladen sind all diejenigen, die schon lange überlegt haben beim Sozialforum (wieder) mitzumachen.
Mai-Plenum des Bochumer Sozialforums
Unser monatliches Arbeitstreffen findet am Montag, den 26. Mai um 19:00 Uhr im Sozialen Zentrum statt. Dort kommen alle Arbeitsgruppen des Bochumer Sozialforums zusammen. Das Plenum ist - wie immer - offen für neue Aktive und Interessierte.
Einladung zum Sondertreffen des Sozialforums
Zu einem Sondertreffen am kommenden Montag um 19:00 Uhr lädt das Sozialforum in das Soziale Zentrum (Rottstr. 31) ein.
Hier möchten wir die Aktivitäten des Sozialforums zum Sozialticket für den 1. Mai besprechen und vorbereiten. Das Sozialforum wird mit einem Infostand bei der 1. Maikundgebung des DGBs vertreten sein.
Die nächste Ausgabe der Zeitung des Sozialforums “Schöne Welt” soll ebenfalls zum 1. Mai erscheinen. Sozialticket und Darstellung von “Armutszahlen” sind die geplanten Themenschwerpunkte.
entflammBar: radical movie session mit “White Terror”
Das Bochumer Sozialforum zeigt in der entflammBar im Rahmen des Begleitprogramms zum Zug der Erinnerung den Film White Terror. Zum Hintergrund: In den vergangenen fünf Jahren hat sich die rechtsextreme Bewegung stark verändert: Die Veteranen sind verschwunden und an ihrer Stelle sind vor allem in den Vereinigten Staaten, Europa und Russland neue Vordenker aufgetaucht, die sich nicht zwangsweise auch ihre Köpfe kahl rasieren. Sie haben alte Symbole durch neue ersetzt und organisieren sich über selber gegründete Vertriebe, Musikclubs, Magazine, eigene Verlage und das Internet. Im Zug der Globalisierung fallen einst klar definierte Grenzen.
Der Genfer Regisseur Daniel Schweizer macht sich auf, die Propagandisten des Hasses aufzustöbern. Seine Suche führt ihn von der südschwedischen Stadt Helsingborg über Dallas bis nach Moskau.
White Power bedeutet: weltweit solidarisch, weltweit bereit. “Die extreme Rechte ist nicht mehr isoliert wie früher”, sagt der Dokumentarfilmer. “Der französische Front National, der im Europaparlament sitzt, der besucht schon mal russische Neonazis und zögert nicht, zu sagen: Du bist die Zukunft der christlichen Welt. Heute flirten etablierte rechte Parteien mit den rechten Radikalen.”
Ein Dokumentarfilm von Daniel Schweizer, 2005.
Sonderplenum des Sozialforums zum »Global Action Day«
Das Bochumer Sozialforum lädt zu einem Sonderplenum am Montag, den 7.1., um 19:00 Uhr in das Soziale Zentrum (Rottstr. 31) ein: »Global Action Day am 26.1.08 in Bochum« Hintergrund: Statt des jährlichen Weltsozialforums wird es in diesem Jahr einen weltweiten “Global Action Day” geben: Global Call for Action. Die internationale Sozialforumsbewegung ruft dazu auf, in der Woche um den 26.1. Aktionen für eine andere Welt zu starten und diese weltweit zu verbinden. Das Bochumer Sozialforum plant an diesem Tag eine Aktion in der Innenstadt.
Offenes Treffen des Bochumer G8-Plenums
Bis zu den Aktionstagen rund um Heiligendamm jeden Dienstag im SZ um 19 Uhr.
Letzte aktuelle News zu den Protesten in Heiligendamm
Das G8-Plenum lädt am 30. Mai um 19 Uhr zu einer letzten Infoveranstaltung mit den aktuellsten News zu den Protesten in Heiligendamm ins Soziale Zentrum ein. U.a wird es dort Informationen zu rechtlichen Fragen geben.Das Bochumer G8-Plenum bietet mit finanzieller Unterstützung einiger lokaler Gruppen und Organisationen für alle G8-KritikerInnen einen Bus zur Großdemonstration am 2. Juni in Rostock an. Abfahrt des Busses ist am 2. Juni um 00:00 Uhr in Bochum. Mit der Rückkehr des Busses wird gegen 2 Uhr am Sonntag Morgen gerechnet.
Zusätzlich sind noch wenige Zugfahrkarten für 15€/30€ im G8-Büro im Sozialen Zentrum (Mo-Fr 16-19 Uhr) erhältlich.
In Anbetracht der Demonstrationsverbote und Durchsuchungen ruft das G8- Plenum alle Bochumer Gruppen und Einzelpersonen dazu, die bundesweiten Aufrufe zur Demonstration sowie zur Kampagne Block G8 zu unterstützen. Erfreulich ist, dass sich trotz oder wegen der polizeilichen Maßnahmen immer mehr Bands gefunden haben, die die Proteste mit Konzerten auf der Demo und den Aktionstagen unterstützen. Genaueres erfahrt ihr hier und hier.
Nach dem Gipfelsturm - wie weiter?
Wenn vom 2. bis zum 8. Juni die Gegenaktionen zum diesjährigen G8-Gipfel in Heiligendamm stattfinden, endet auch eine seit über einem Jahr andauernde Mobilisierung.
Wir wollen der Frage nachgehen, ob die Proteste auch über den Gipefel hinaus Wirkung zeigen werden. Wird es einen neuen Schwung und Motivation für die lokale politische Arbeit geben oder macht sich eher eine Ermüdung breit? Welche Hoffnungen und Erwartungen haben wir mit der G8-Mobliiserung verknüpft und inwieweit wurden sie erfüllt? Für die Diskussion dieser und anderer Fragen wollen wir einen Raum im Sozialen Zentrum öffnen und laden dazu alle ein, ob sie nun Heilgendamm waren oder nicht.
Initiativ-Versammlung - Sozialticket zum Nulltarif!
Nach jahrelangem Arbeitsplatz- und Sozialabbau leben Zehntausende Bochumerinnen und Bochumer an oder unter der Armutsgrenze (=Existenzminimum + 10%). Bus und Bahn sind für sie unbezahlbar, insbesondere seit nun im Regelsatz nur noch 14,03 Euro monatlich für „fremde Verkehrsleistungen“ vorgesehen sind (2005 waren es noch 18,11 Euro).
Mobilität ist unerlässliche Voraussetzung für die Teilhabe am gesellschaftlichen und kulturellen Leben. Ohne Nulltarif im Öffentlichen Nahverkehr werden verarmte Bochumerinnen und Bochumer systematisch ausgegrenzt. Selbst Suppenküchen und Kleiderkammern sind nur zentral erreichbar.
Die faktische Mobilitätssperre für verarmte Mitbürger und Mitbürgerinnen ist ein Skandal: während heutzutage jeder Joghurt-Becher im Supermarkt eine halbe Weltreise hinter sich hat, ist für viele MitbürgerInnen schon die eigene Innenstadt kaum zu erreichen!
Ein Nullticket bringt den Betroffenen viel und kostet die Gemeinschaft wenig: Busse und Bahnen fahren sowieso!
Zusätzlich zum Sozialticket soll es bei dem Treffen auch um die Gestaltung einer “Mitfahrkampagne” gehen: Menschen mit VRR-Mitnahme-Tickets (Ticket 2000 usw.) sollen aufgefordert werden Menschen ohne Ticket mit zu nehmen um auf diese Weise ganz praktische Alltagssolidarität zu stiften. Ein kurze Skizze einer Mitfahrkampagne ist dem Anhang zu entnehmen.
Wir laden ein zu einem ersten Bündnis- bzw. Initiativ-Treffen: am 23.4. um 20 Uhr ins Soziales Zentrum.
VertreterInnen anderer Sozialticket-Initiativen (aus Dortmund bzw. Köln) werden von ihren Erfahrungen berichten.
Januar-Plenum des Bochumer Sozialforums
Das nächste monatliche Arbeitstreffen des Sozialforums findet, wie gewohnt am letzten Montag eines Monats, am 28. Januar um 19:00 Uhr im Sozialen Zentrum (Rottstr. 31) statt. Das Plenum ist - wie immer - offen für neue Aktive und Interessierte!
