Archiv - Juni 2011
der_notstand präsentiert: Best of Videoactivism Juni 2011
gezeigt wird eine Auswahl aktueller Clips&Videos über Aktivitäten sozialer Bewegungen
“I’ll be a pirate until I die - Somalische Piraten: Sozialrebellen, Gangster oder was?”
Für die Piratenjäger der “Mission Atalanta” sind die somalischen Piraten
nichts als Kriminelle, Terroristen oder Handlanger der Organisierten
Kriminalität.
Für viele BewohnerInnen der nordsomalischen Küstenstädte dagegen sind
sie eine Art Sozialrebellen, die ihnen helfen, ihre Subsistenz zu
organisieren. Sie selbst sehen sich als Arbeiter, die einer prekären,
gefährlichen und manchmal einbringlichen Arbeit nachgehen. Vor dem
Hintergrund der somalischen Kultur und Gesellschaft wird über das
Phänomen der Piraterie und über Pläne der Piratenjäger berichtet.
Vielleicht gibt es kleine thematisch passende Ausflüge in die Geschichte
der afrikanischen Nordsee-Piraten und zu den
kolonialgeschichtlichen Hintergründen. Die Eigenheiten des somalischen
Clan-Systems, die urbanen Brüder der Piraten und der Krieg in
Süd-Somalia können nicht umschifft werden.
Wenn das sturmumtoste Kap Guardafui in Sicht kommt, ist höchste
Aufmerksamkeit angebracht!
Eingeladen ist ein Piratologe
10 Jahre - No G8 in Genua
Mitte Juli jähren sich zum zehnten Mal die Proteste gegen den G8-Gipfel
in Genua. Nie vorher und auch nicht nachher gab es größere und massivere
Proteste gegen einen G8-Gipfel. 300000 Menschen demonstrierten, die
sogenannte Rote Zone wurde versucht zu überwinden, viele neue
Protestformen wurden ausprobiert. Überschattet wurde der Protestz durch
die enorme Polizeibrutalität, die Carlo Guiliani das Leben kostete.
Für die BRD wurde Genua zum wirklichen Startpunkt der
globalisierungskritischen Bewegungen. Attac wurde zu einem großen
Netzwerk. Sozialforen gründeten sich. Der neoliberale Kapitalismus wird
seitdem verstärkt kritisiert.
Was konkret in Genua passierte und warum das so große Auswirkungen
hatte, soll an diesem Abend thematisiert werden.
Eingeladen sind Zeitzeugen, die in Genua dabei waren. Gezeigt werden
daneben Filme über die Protesttage 2001.
Portugal: Widerstand gegen die neoliberale “Krisenbewältigung”
Portugal ist derzeit in den Medien sehr präsent. Das Land steckt in
einer tiefen politischen und ökonomischen Krise und seit mehreren
Monaten finden Massenproteste und Streiks statt. Neben den größeren
Aktionen gibt es zunehmend lokale Antworten “von unten” auf die
neoliberale Krisenbewältigung, so etwa Selbstorganisierungsversuche und
Besetzungen.
Auch in den nächsten Monaten wird in Portugal keineswegs Ruhe einkehren:
Nach dem Regierungssturz sind für den 5. Juni Neuwahlen angesetzt und
die IWF/EU-Pläne werden weiterhin Widerstand erzeugen.
Ismail Küpeli (Bundeskoordination Internationalismus) wird über die
politische und ökonomische Krise, die neoliberale “Krisenbewältigung”
und die wachsenden sozialen Proteste in Portugal berichten.
Der KostNixLaden bleibt eine Baustelle!
Atomkraftwerke abschalten - DAS AKW BROKDORF BLOCKIEREN?
Info-/Mobiveranstaltung & Busticketverkauf zur ab Pfingsten
geplanten Blockade des Atomkraftwerks Brokdorf (bei Hamburg)
Stilllegung selber machen - sofort und alle!
Mitte Juni nehmen wir den Atomausstieg selbst in die Hand: Massenhaft
werden wir das AKW Brokdorf blockieren. Wir glauben nicht an die
Unterscheidung von “alten” und “neuen”, von “unsicheren” und “sicheren”
AKWs. Unser gemeinsames Ziel ist die sofortige Stilllegung aller
Atomkraftwerke.
Mit einer Blockade im Juni können wir in Brokdorf Revisionsarbeiten
behindern, die für den Weiterbetrieb des Kraftwerks notwendig sind.
Gleichzeitig machen wir zum Ende des Moratoriums deutlich, dass wir
nichts anderes akzeptieren werden, als den Sofortausstieg aus der
Atomkraft. Wir begeben uns auf die Zufahrtsstraßen und lassen uns weder
aufhalten noch vom Blockadeziel abbringen. Zu Tausenden machen wir die
Zufahrtsstraßen dicht und werden sie nicht freiwillig verlassen. Wir
sind entschlossen zu bleiben!
Warum trotz “Atomkonsens” dennoch nach Brokdorf?
Die Bundesregierung will einen “neuen gesellschaftlichen Konsens” zum
Weiterbetrieb von Atomkraftwerken bis 2022. Das bedeutet mehr als 3500
Tage, in denen sich in den verschiedenen dt. Atomkraftwerke eine
Katastrophe wie in Fukushima ereignen kann. Außerdem behält sich die
Bundesregierung vor einge Atomkraftwerke als sogenannte “Notlösung” auf
Standby zu halten. Das Alles bedeutet weitere Produktion von Atommüll,
dessen Entsorgung völlig ungelöst ist.
Nach Ansicht der Kampagnen “ausgestrahlt” und “Block Brokdorf” reichen
die Proteste durch Großdemonstrationen nicht mehr aus, sie bereiten
daher die Blockade des Atomkraftwerks Brokdorf zu Pfingsten vor.
Auf der Veranstaltung berichtet ein Aktivist von „Block Brokdorf” über
das Ziel der Aktion, den Stand der Vorbereitung und die Möglichkeiten
der Beteiligung. Ebenfalls können Karten für die Busse aus Essen und
Dortmund (15€ für NichtverdienerInnen, 20€ für VerdienerInnen, 25€ Soli)
erworben werden.
Weitere Infos zur “Brokdorf-Blockade”:
# Web: http://www.block-brokdorf.org
# Twitter: http://twitter.com/#!/BlockBrokdorf
# Facebook: http://www.facebook.com/BlockBrokdorf
# Newsletter bestellen: info@block-brokdorf.org

