Archiv - März 2011

Freitag 25.03.11, 21:22 Uhr

Freitag 25.03.11, 21:05 Uhr
Freitag, 1. April 2011, 19.00 Uhr

Abortion Democracy: Film und Diskussion mit Sarah Diehl

Warum ist der Zugang zu einer illegalen Abtreibung in Polen leichter als zu einer legalen Abtreibung in Südafrika?

Der Film gibt anhand von Inteviews mit Aktivistinnen, Gesundheitspersonal und betroffenen Frauen einen Überblick auf internationale Verhältnisse in Bezug auf den Schwangerschaftsabbruch und stellt die Zugänglichkeit zu sicheren und legalen Abbrüchen in den Kontext von Ökonomie, gesellschaftliche Moralvorstellungen, sozialen Zwängen, Durchsetzung von Bürgerrechten und hinterfragt gesellschaftliche Vorannahmen über die Reproduktionsarbeit von Frauen. Damit gibt er Denkanstöße zu einem Thema, das - obgleich Teil der Lebensrealität von Frauen weltweit - vielfach tabuisiert und ignoriert wird. Mit der Konsequenz, dass laut WHO jedes Jahr um die 68.000 Frauen an einer unsicheren Abtreibung sterben. Sarah Diehl führte für diesen 2008 gedrehten Film Regie und veröffentlichte in 2007 den Sammelband “Deproduktion. Schwangerschaftsabbruch im internationalen Kontext” (Alibri).

Eine Veranstaltung der ag feministische theorie und praxis und des autonomen FrauenLesbenreferats an der Ruhr Uni.

Freitag 25.03.11, 21:03 Uhr
Freitag, 8. April 2011, 20.00 Uhr

Schwarz/Roten Tresen - Vortrag: “In der Grauzone”

Die schleichende Akzeptanz gegenüber rechten Positionen und Personen, hervorgerufen durch das Fehlen einer klaren Abgrenzung, welches durch ein Mainstreamkonformes auftreten erreicht und durch das billigende in Kauf nehmen durch die Mehrheit der Bevölkerung befördert wird, nutzt eine steigende Anzahl von Bands aus, um mit Massenkonformer Musik, ihre rassistischen, sexistischen und auch neofaschistischen Songtexen unter die Menschen zu bringen und ihrer menschenverachtenden Weltsicht gehör zu verschaffen. Der Vortrag widmet sich diesen Bands und den dazugehören Plattenlabeln in ihrer Grauzone und will über diese Bands und Lables informieren und aufrütteln.

Freitag 25.03.11, 20:50 Uhr

Montag 14.03.11, 19:53 Uhr
Freitag, den 18. März 2011 um 20.00 Uhr

Menschenrechtsverletzungen und Kriegsverbrechen - Politische Verfolgung in der Türkei

Relativ unbeachtet von der europäischen Öffentlichkeit hat in den Jahren 2009 und 2010 die Zahl gravierender Menschenrechtsverletzungen bis hin zu Kriegsverbrechen und die Repression gegen politisch Tätige und die Zivilbevölkerung in den kurdischen Provinzen der Türkei stark zugenommen.

Nach den Kommunalwahlen im April 2009 starteten die Repressionsorgane eine seit den 1990er Jahren einmalige Repressionswelle gegen kurdische PolitikerInnen der Demokratischen Friedenspartei (BDP) und deren mittlerweile verbotenen Vorgängerpartei DTP, MenschenrechtlerInnen , Frauenaktivistinnen, Jugendliche und JournalistInnen. In diesem Rahmen wurden über 5000 Menschen festgenommen, mehr als 1700 von ihnen inhaftiert. Das in diesem Komplex größte Verfahren mit 152 Angeklagten hat am 18. Oktober in Diyarbakir begonnen. Keinem/r der Angeklagten wird eine konkrete Straftat und schon gar keine Beteiligung an irgendeiner Gewalttätigkeit vorgeworfen. Angeklagt sind vielmehr eine ganze Reihe von legalen politischen Tätigkeiten. In diesem Rahmen kriminalisiert wird z.B. das Wort „PKK“ auf Kurdisch auszusprechen, das Einreichen und Führen von Verfahren vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte, das Reden auf politischen oder juristischen Informationsveranstaltungen im Ausland oder im Europaparlament, Aussuchen der KandidatInnen für Bürgermeisterwahlen, das Besuchen der Familien von gefallenen Guerillas, Aktivitäten zu Newroz, dem Weltfrauentag am 8. März oder gegen den Ilisu-Staudamm sowie die Teilnahme an Aktionen der sog. lebenden Schutzschilde (Canli Kalkan). Zudem werden viele Kinder verhaftet und vor Erwachsenenschwurgerichten zu langen Haftstrafen verurteilt wg. Vermeintlichen „Terrorismus“ aufgrund von Teilnahme an, Steinwürfe im Rahmen von oder Rufen von Parolen auf Demonstrationen etc. die willkürlich der PKK zugeschrieben werden. Trotz eines einseitigen, nur kurzzeitig aufgrund der andauernden Kriegs- und Repressionspolitik des türkischen Staates unterbrochenen, Waffenstillstands der PKK, finden seit Monaten fast täglich Militäroperationen und Übergriffe staatlicher Kräfte auf die Zivilbevölkerung statt. Im Jahr 2009 registrierte der IHD DiyarbakÄr für das Jahr 2009 im Südosten der Türkei mehr als 1000 Fälle von Folter. Im ersten Halbjahr 2010 kam es in diesem Rahmen zu 19 dokumentierten extralegalen Hinrichtungen durch staatliche und paramilitärische Kräfte und über 650 dokumentierten Fällen von Folter. Schließlich häuften sich in den letzten Jahren wieder die Berichte über Kriegsverbrechen wie den Einsatz chemischer Waffen und die Verstümmelung letzten Jahren eine Reihe von Kriegsverbrechen und sog. Verbrechen gegen die Menschlichkeit begangen worden sind. Solche Taten können in Deutschland nach dem Völkerstrafgesetzbuch (VStGB) strafverfolgt werden. Eine derartige Strafanzeige wird derzeit geprüft/ist in Arbeit/wird bald gestellt werden. Rechtsanwältin Britta Eder wird uns näher über die Situation in den kurdischen Provinzen berichten und zudem über die Möglichkeiten einer solchen Strafanzeige berichten.

Donnerstag 10.03.11, 08:51 Uhr
Samstag, 12. März 2011, 20.00 Uhr
Filme und Videoschnipsel zu Interventionen im überwachten Raum

Angst löscht die Gegenwart aus

Am Samstag, den 12. März  werden um 20.00 Uhr im Sozialen Zentrum Filme und Videoschnipsel zum Thema Interventionen im überwachten Raum - Angst löscht die Gegenwart aus gezeigt. Sie speist sich aus einer Vergangenheit, die sich unkontrolliert über die Gegenwart hinweg ausbreitet und von der Zukunft Besitz ergreift. Diese Angst zu bannen, indem man Vergangenheit und Zukunft ausschaltet, ist das Versprechen des Überwachungsstaates. Ein Versprechen, das die permanente Observation des öffentlichen Raums legitimieren will, welche den Traum vom sorgenfreien Dasein im abgeschotteten Jetzt in einen real gewordenen Alptraum verkehrt. Eine Geschichte erzählt von diesem Alptraum im Vokabular eines Science-Fiction-Films, der einzig aus Bildmaterial besteht, dass den Betreibern von Londoner Videoüberwachungsanlagen unter Berufung auf das britische Datenschutzgesetz abgerungen wurde…

Sonntag 06.03.11, 19:27 Uhr
Mittwoch, 9. März 2011, 19:00 Uhr
Open Source - die Lesebühne im Sozialen Zentrum:

„Freundschaft als politische Kategorie”

Attac Bochum startet eine neue Veranstaltungsreihe, die sich an alle Mitglieder und FreundInnen des Sozialen Zentrums wendet. Alle sind eingeladen, Texte vorzulesen und zur Diskussion zu stellen. Auf diese Weise soll das Gespräch über gesellschaftliche Fragen und Ansichten unabhängig von politischen Fraktionierungen angeregt und gefördert werden. Zu Beginn: Dietmar liest zur „Kultur des Politischen” den Text „Freundschaft als politische Kategorie” von Ekkehart Krippendorff. Zur leiblichen Stärkung gibt es um 19:00 Uhr eine Gemüsesuppe.

Samstag 05.03.11, 18:26 Uhr
Sonntag, den 20. März 2011, 20.00 Uhr

Infoveranstaltung zu den Blockaden gegen den Naziaufmarsch in Stolberg

Am 8. und 9. April 2011 ist es wieder soweit: Im vierten Jahr in Folge wollen Nazis aus dem gesamten Bundesgebiet, Belgien und den Niederlanden in Stolberg zwei Aufmärsche an einem Wochenende durchführen. Seit 2008 instrumentalisieren sie den Tod eines Jugenlichen in Stolberg für ihre rassistische Propaganda. Vor allem für die braune Szene in NRW entwickelt sich Stolberg zu der Großveranstaltung neben dem sog. „Nationalen Antikriegstag“ in Dortmund - jedes Jahr im April nehmen zwischen 500 und 800 Nazis an den Aufmärschen teil. Um effektiv etwas gegen den entstehenden Märtyrerkult erreichen zu können und dem rechten Gedenken ein Ende zu setzen hat sich ein breites Bündnis gegründet, dass diese Naziaufmärsche mit dem Mittel der Massenblockaden verhindern will. Der Vortrag möchte über die geplanten Gegenaktivitäten informieren und auf die Hintergründe der Naziaufmärsche der vergangenen Jahre eingehen. Mehr Infos zu „Stolberg 2011“ unter: blockieren.mobi

Freitag 04.03.11, 18:54 Uhr
Dienstag, den 22.März 2011, um 19:30 Uhr

Veranstaltung mit AktivistInnen des weißrussischen ANARCHIST BLACK CROSS

Im Herbst 2010 brach eine neue Repressionswelle gegen Anarchst_innen und soziale Aktivist_innen in Belarus aus. Anlass war ein Brandanschlag auf die Botschaft Russlands in Minsk. Niemand wurde dabei verletzt, aber für die bevorstehenden Präsidentschaftswahlen stellte dies für das Lukaschenko-Regime einen geeigneten Anlass dar, politische Gegner_innen auszuschalten. Hunderte von Aktivist_innen aus verschiedenen Städten (Grodno, Brest, Gomiel, Minsk, Soligorsk, Babrujsk, Novopolotsk) wurden mit Verhören beim KGB, Hausdurchsuchungen und Festnahmen konfrontiert. Etwa zwanzig von ihnen waren mehrere Tage im Knast. Eine Person belarussischer Staatsangehörigkeit wurde sogar in Moskau auf offener Strasse von Beamten in Zivil festgenommen und ins KGB-Gefängnis in Minsk verschleppt. Vier von ihnen sind immer noch in Haft und ihnen droht bis zu 12 Jahre Knast. Die Prozesse fangen im Frühling an. Um die Betroffenen, aber auch die antiautoritäre linke Bewegung in Belarus zu unterstützen, organisiert ABC-Belarus eine Soli-Info-Tour. Die Gruppe von Aktivist_innen aus Belarus wird über die politische Situation, anarchistische Bewegung und über die aktuelle Repression erzählen. Die Veranstaltung wird in Deutsche Sprache übersetzt, es werden Bildmaterial und Videos gezeigt. Im Anschluss stehen euch die Leute aus Belarus gerne zur Diskussion bereit.

Dienstag 01.03.11, 08:57 Uhr
Freitag, 4. März 2011, 20.30 Uhr

Water Makes Money

Attac Bochum zeigt am Freitag den 4. März, um 20.30 Uhr den Film „Water Makes Money”. Der Film verdeutlicht am Beispiel der Privatisierung der Wasserversorgung die Vorgehensweise der sogenannten Public Privat Partnership (PPP) und zeigt wie man mit der Verschmutzung von Wasser und Böden viel Geld verdient und die Menschen überall auf der Welt abhängig von großen Konzernen macht – und wie Menschen sich dagegen wehren. Mehr Informationen auf: www.watermakesmoney.com