Archiv - September 2010

Montag 27.09.10, 22:00 Uhr
Samstag, 09. Oktober 2010, 14:00 Uhr

Einladung zur 2. Vollversammlung für autonome Politik in NRW

Wir laden euch ein zur zweiten NRW-weiten Vollversammlung für autonome Politik am 09.10.2010 um 14.00 Uhr im Sozialen Zentrum Bochum.

Im August fand erstmals eine VV für autonome Politik in NRW statt, um ein Forum zu schaffen, “in dem Erfahrungen ausgetauscht und auch kritische Auseinandersetzungen solidarisch auf gemeinsamer politischer Grundlage geführt werden können”.

Nachdem dort vor allem der organisatorische Rahmen abgesteckt wurde, wollen wir euch hiermit einladen in die inhaltliche Diskussion einzusteigen. Die Vorschläge zur Tagesordnung wurden von der letzten VV gemeinsam erarbeitet. (weiterlesen)

Donnerstag 09.09.10, 17:28 Uhr
Freitag, 15. Oktober 2010 19.30

Isabel Cárcamo: Die Situation der Frauen in Chile

Am Freitag, den 15. Oktober findet um 19.30 Uhr im Sozialen Zentrum, Josephstr. 2 eine Veranstaltung statt, auf der über die Situation der Frauen in Chile berichtet wird. Referentin ist Isabel Cárcamo. Sie hat 12 Jahre im Frauenministerium in Santiago gearbeitet und gehört der chilenischen Frauenbewegung an. Vor dem Hintergrund, dass im März 2010 in Chile die Amtszeit der Sozialistin Michelle Bachelet endete, ist das Thema des Abends besonders spannend. Sie war die erste Präsidentin Chiles. Am Ende ihrer Amtsperiode hatte sie eine beachtliche Beliebtheit erreicht. In Umfrageergebnissen wurden ihr 80% Zustimmung und Unterstützung bescheinigt. Ihr Nachfolgekandidat für das Mitte-Links-Bündnis Eduardo Frei unterlag bei der Präsidentschaftwahl dem rechten Kandidaten Sebastián Piñera. Auf der Veranstaltung soll diskutiert werden: Was hat die Präsidentschaft von Bachelet für die Frauen bedeutet? Welche Auswirkungen hatte diese Regierung auf die feministische Bewegung? Was ist von der heutigen rechten Regierung zu erwarten?

Mittwoch 08.09.10, 17:40 Uhr
Freitag, 22. Oktober 2010, 19.00 Uhr

Was haben „1000Kreu­ze für das Leben“-​Mär­sche in Müns­ter mit dem Ver­samm­lungs­recht in eurer Stadt zu tun?

der_notstand - büchertisch&archiv - die monatliche Reihe (immer am 4.Freitag im Monat):

Veranstaltung mit ReferentInnen von “gegen 1000 Kreuze …für ein selbstbestimmtes Leben” aus Münster

Was haben „1000Kreu­ze für das Leben“-​Mär­sche in Müns­ter mit dem Ver­samm­lungs­recht in eurer Stadt zu tun? Das Ver­samm­lungs­recht muss immer mehr vor dem Staat ge­schützt wer­den, denn seit ge­rau­mer Zeit wird ver­sucht po­li­tisch den­ken­den Bür­ger_in­nen die Mög­lich­keit auf Pro­test zu neh­men. Sei es durch ver­schärf­te Ver­samm­lungs­ge­set­ze wie in Bay­ern oder durch ju­ris­tisch här­te­res Vor­ge­hen gegen Pro­tes­tie­ren­de. So ge­sche­hen im Nach­lauf des 14.​3.​2009 in Müns­ter, wo es nach einer Ge­gen­de­mons­tra­ti­on gegen einen Eu­ro­Pro­Li­fe „1000 Kreu­ze Marsch“ eine Welle von ca. 100 Ver­fah­ren wegen an­geb­li­cher Ver­samm­lungs­spren­gung gibt. Die­ser „1000 Kreu­ze Marsch“ wurde und wird jedes Jahr aufs neue, von evan­ge­li­ka­len, fun­da­men­ta­lis­ti­schen Chris­t_in­nen or­ga­ni­siert, die aktiv und pe­ne­trant gegen Ver­hü­tungs­mit­tel, gegen Schwan­ger­schafts­ab­brü­che und gegen Ho­mo­se­xua­li­tät agie­ren. (weiterlesen)

Dienstag 07.09.10, 19:41 Uhr
Samstag, 23.Oktober 2010, 16.00 Uhr

Gefährliche Sicherungsverwahrung

Vortrag und Diskussion des AStA-Referats für Grund- und Freiheitsrechte mit dem Autonomen Knastprojekt Köln um 16 Uhr im Sozialen Zentrum Bochum
Das Autonome Knastprojekt Köln betrachtet Strafen als Herrschaftsinstrument für Kapitalismus und Staatlichkeit. Es lehnt diese grundsätzlich ab, setzt sich aber auch mit momentanen Entwicklungen innerhalb dieses Systems auseinander. Mitglieder dieser Gruppe möchten uns im Sozialen Zentrum durch Vorträge mit anschließender Diskussion zwei Schwerpunktthemen vorstellen:

Nach dem Ende einer Strafhaft ist Sicherungsverwahrung das Wegsperren für etwas, das dieser Mensch in Zukunft tun KÖNNTE. Die Diskussion darüber verläuft in den üblichen Bahnen: KritikerInnen argumentieren moralisch mit einem Verstoß gegen die Menschenrechte.

Reaktionäre BefürworterInnen antworten, dass Menschenrechte zwar gut und schön seien, aber die Sicherheit vorgehe. Doch fordert die Sicherungsverwahrung nicht mehr Opfer, als sie zu verhindern vorgibt? Warum z.B. waren Eigentumsdelikte ein Grund, Menschen in die Sicherungsverwahrung zu stecken? Wer urteilt warum über die Gefährlichkeit eines Menschen? Was denken wir über möglichen Umgang mit den wenigen, die auch wir für gefährlich halten? Der Wunsch nach Bestrafung, Rache oder ähnlichem steckt vielleicht in allen von uns. Aber anstatt aufgeklärt und selbstkritisch damit umzugehen, werden einige Extremfälle vorgeschoben, Auseinandersetzungen und Problemlösungen verhindert. In dieser Veranstaltung soll die Sicherungsverwahrung als Teil eines insgesamt auf Herrschaftsinteressen zu hinterfragenden Strafsystems reflektiert werden.

Dienstag 07.09.10, 19:00 Uhr
Samstag, 23. Oktober 2010, 19.00 Uhr

Pimp your clothes, Vol.2: Stencils & Patches selbermachen

Workshop im Cafe P.O.T

Der erste Teil des Workshops dreht sich rund um das Thema Schablonen-Graffiti, also Stencils. Nach einer Einführung in die Materie kann direkt gewerkelt werden. Schablonen werden entworfen und geschnitten, und bei Bedarf auf Stoff oder Leinwand gebracht. Im zweiten Teil stellen wir verschiedene Techniken zum Herstellen von Aufnähern vor: Linol- und Siebdruck. An Materialien haben wir Dosen, schwarzen und weißen Stoff (für Aufnäher), Folien und was man sonst so braucht. Lediglich T-Shirts, Taschen oder was auch immer ihr bedrucken wollt, müsst ihr mitbringen.

Dienstag 07.09.10, 17:47 Uhr
Dienstag, 26. Oktober, 19.30 Uhr

Castor-Transporte stoppen! Atomausstieg sofort!

Das Soziales Zentrum lädt ein zur Info- und Mobilisierungsveranstaltung zum Castor-Transport Anfang November ins Wendland mit VertreterInnen von Castor schottern und ausgestrahlt Nach zwei Jahren Pause soll Anfang November diesen Jahres wieder ein Castor-Transport ins Wendland rollen. Dieser Transport ist ein Teil der Konstruktion von Gorleben als mögliches atomares Endlager. Obwohl inzwischen klar ist, wie erkauft das Gutachten zu Gorleben in den 80er Jahren war, wird gerade in diesen Wochen die Erkundung wieder aufgenommen. (weiterlesen)

Montag 06.09.10, 14:00 Uhr
Montag, 1. November 2010, 19.30 Uhr

Recht-auf-Stadt Hamburg zu Gast

Veranstaltung über Erfahrungen im Kampf gegen Privatisierung und Homogenisierung von Stadt mit Nicole Vrenegor (BUKO-Arbeitsschwerpunkt StadtRaum, ASSR), Christoph Twickel (Not in Our Name Marke Hamburg, NION), Jonas Füllner (Avanti, Recht auf Wohnraum)

Nicht nur in Hamburg organisieren sich soziale Bewegungen unter dem Motto „Recht auf Stadt“. Das Konzept geht zurück auf den französischen Stadtsoziologen Henri Lefèbvre, der bereits in den 1960ern in Paris beobachtete, wie vor allem Migrantinnen und Migranten an den Rand der Stadt gedrängt wurden. Demgegenüber forderte er ein kollektives Recht auf Stadt. Alle Bewohnerinnen und Bewohner von Stadt sollen die Möglichkeit haben, mitzubestimmen, wie ihre Stadt gestaltet wird. Die Stadt gehört allen! So verschieden, wie die Interessen an Stadt sind, so verschieden sind auch die in den stadtpolitischen Initiativen aktiven Menschen. Und – trotz und wegen aller Unterschiedlichkeit der Proteste – haben sich in Hamburg im Recht-auf-Stadt-Netzwerk über 20 Initiativen zusammengefunden, um sich gemeinsam für eine soziale/re und gerechte/re Stadt einzusetzen.

In der Veranstaltung berichten drei AktivistInnen über ihre Erfahrungen im Kampf gegen Privatisierung und Homogenisierung von Stadt.

Sonntag 05.09.10, 12:46 Uhr
Dienstag, 2.November 2010, 19.00 Uhr

Solidarität, Widerstand und Isolationshaft im Knast

Vortrag und Diskussion des AStA-Referats für Grund- und Freiheitsrechte mit dem Autonomen Knastprojekt Köln um 19 Uhr im Sozialen Zentrum Bochum

Das Autonome Knastprojekt Köln betrachtet Strafen als Herrschaftsinstrument für Kapitalismus und Staatlichkeit. Es lehnt diese grundsätzlich ab, setzt sich aber auch mit momentanen Entwicklungen innerhalb dieses Systems auseinander. Mitglieder dieser Gruppe möchten uns im Sozialen Zentrum durch Vorträge mit anschließender Diskussion zwei Schwerpunktthemen vorstellen: Im Straubinger Gefängnis (Bayern) hatten drei Aktivisten eine knast- und systemkritische Zeitung initiiert, die sie selbst gestalteten und unter Umgehung der Zensur nach draußen schaffen konnten. Ziel war es, Gefangene zu radikaler Kritik und koordiniertem Widerstand zu ermutigen, kritische Menschen draußen mit Berichten und Argumenten zu erreichen. Dies war nur möglich mit einem kleinen Solidaritätsnetz. Gedruckt, an Gruppen, Buchläden und an Gefangene verschickt wurde draußen. Die Zeitung regte Informationsaustausch und Diskussion mit breiter, überregionaler Teilnahme an. Es bildeten sich Ansätze einer systemkritischen Gefangenenbewegung. Reaktionen des Knastsystems: zunehmende Zensur überall, Kontaktsperren in Straubing. Dies führte zur Solidarisierung zahlreicher Straubinger, zu Aktionsplänen. Ergebnis: Verschleppung und Isolationshaft für den “Rädelsführer”, aber auch Solidaritätsbezeugungen für diesen am neuen Ort, trotz Isolation. Warum versandete der angestoßene Prozess? Was ist als Selbstorganisation im Knast möglich? Wie weit bedarf es der Unterstützung rebellischer Gefangener von draußen? Zwei damals – initiierend bzw. unterstützend – Beteiligte berichten von ihren Erfahrungen und wollen danach mit euch diskutieren.