Samstag, 26. September 2009, 13:00-18:00 Uhr
Veranstaltung der Medizinischen Flüchtlingshilfe Bochum e.V.

Fortbildungsseminar: Interventionen gegen Abschiebehaft

Referent: Frank Gockel

Abschiebehaft ist ein Damoklesschwert, das ständig über illegalisierten Flüchtlingen, aber auch vielen ‘geduldeten’ Menschen schwebt. Oft ist ihre Verhaftung unrechtmäßig, Formfehler sind an der Tagesordnung. Doch die Betroffenen können sich selber nicht wehren, und viele BeraterInnen haben nicht das nötige Wissen, wie sie bei der Polizei und der Ausländerbehörde einschreiten können und vor Gericht auftreten sollen, um ihren KlientInnen zu helfen.
Diese Handlungsmöglichkeiten stehen im Zentrum des Tagesseminars für ehren- und hauptamtliche FlüchtlingsberaterInnen, das die Medizinische Flüchtlingshilfe Bochum e.V. am 26. September veranstaltet. Der Referent Frank Gockel, Vorsitzender des Vereins “Hilfe für Menschen in Abschiebehaft Büren”, wird zuerst auf die einzelnen Haftbegründungen des Aufenthalts- und des Asylverfahrensgesetzes eingehen und danach das eigentliche Gerichtsverfahren erörtern, um vor diesem Sachhintergrund die Möglichkeiten aufzuzeigen, die BeraterInnen haben, in das Verfahren einzugreifen.
Vorkenntnisse sind für das Seminar nicht erforderlich. Die Teilnahme ist kostenlos. Da die Anzahl auf 25 TeilnehmerInnen beschränkt ist, wird um Voranmeldung bei Judith Rau, Psychologin der Medizinischen Flüchtlingshilfe Bochum e.V., gebeten: j.rau@mfh-bochum.de