Archiv - Juni 2009
“Aktive Erwerbslose Bochum” treffen sich:
Die „Aktiven Erwerbslosen” treffen sich wieder. Neben der gegenseitigen Unterstützung in Fragen der Alltagsbewältigung, der Jobsuche und beim Umgang mit dem Amt sind diesmal Themen: die Neubesetzung des „Kundenreaktionsmanagement” (KRM) der ARGE (Beschwerdestelle) und die bundesweite Kampagne für 10 Euro Mindestlohn und 500 Euro Existenzminimum. Ab 19.00 Uhr trifft sich der Stammtisch für Betroffene mit einer selbständigen (Neben-) Tätigkeit. Weitere Treffen finden regelmäßig statt am jedem vierten Dienstag eines jeden Monats.
Film: Uranium - Is it a country?
Ein Film für die NutzerInnen von Atomkraft in Europa, die häufig nicht wissen, welche Risiken der Uranabbau mit sich bringt. Australien hat die weltweit größten Uranvorkommen und dient als Beispiel dafür, woher das Uran kommt, wo es hingeht und was davon übrig bleibt. Dieser Film will sich in die aktuelle Debatte um einen klimafreundlichen Energiemix einmischen. Die Atomkraft wird in diesem Zusammenhang derzeit in vielen Industrie- und Schwellenländern als Lösung gesehen. Die Atomindustrie versucht die Laufzeiten der AKW in Deutschland zu verlängern. Gleichzeitig betreiben RWE und EON Pläne, neue Atomreaktoren in europäischen Nachbarländern zu bauen. Tatsächlich haben Atomkraftwerke bei der direkten Energieerzeugung einen CO²-Ausstoß, der gegen Null tendiert. Allerdings berücksichtigt diese Rechnung nicht die globale CO²-Bilanz sowie andere Risiken und Umweltschäden der Atomwirtschaft. Der Film stellt diese globale Verkettung von Zusammenhängen am Beispiel des Uranabbaus in Australien dar.
Der Film wurde von der Initiative “Strahlendes Klima” mit Unterstützung von der BUNDjugend und Friends of the Earth Melbourne produziert. Mehr Infos
Sommerpausen:
Das nächste SZ-PLenum findet am Mittwoch den 5. August statt, wie gewohnt ab 19 Uhr.
Von August bis September fällt das Café der KommunistischenGruppeBochum aufgrund einer Sommerpause aus. Der erste Termin des Cafés ist dann wieder Donnerstag, der 24. September 2009, ab 20 Uhr.
Auch der KostNixLaden bleibt aufgrund einer Sommerpause von einschließlich 19. Juli - 16. August geschlossen. Ab dem 23. August ist dann wieder wie gehabt jeden Sonntag geöffnet.
FoodNotBombs meldet sich für die Sonntags-Termine am 19. Juli und 2. August ab.
Der Naziangriff am 1. Mai und der “Nationale Antikriegstag” in Dortmund
Am 1. Mai diesen Jahres griffen über 300 Neonazis eine Demonstration des DGB in Dortmund an. Dabei warfen die Neonazis Steine, Flaschen und Feuerwerkskörper auf die TeilnehmerInnen der Demonstration und schlugen mit Holzlatten auf sie ein. Dass sich dieser Gewaltausbruch ausgerechnet in Dortmund ereignete ist kein Zufall, hat diese Stadt doch eine der aktivsten Neonaziszenen in ganz Deutschland. Schon für den 5. September 2009 rufen Neonazis aus Dortmund wieder zu ihrer mittlerweile jährlich stattfindenden Demonstration zum Antikriegstag auf. Über die Strukturen der Dortmunder Neonaziszene und deren Entwicklung am Beispiel des “Nationalen Antikriegstags” informiert ein Referent der Antifaschistischen Union Dortmund.
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Wer starb auf dem Platz des Himmlischen Friedens?
Vor 20 Jahren ließ die chinesische Regierung am 4. Juni 1989 die Bewegung vom Platz des Himmlischen Friedens vom Militär blutig niederschlagen. Bis heute ist dieser “Zwischenfall” in China tabuisiert. Westliche Medien thematisieren vor allem das Handeln der chinesischen Regierung, ihre Motive und internen Spaltungen. Die zerschlagene Bewegung wird oft nur als Anlass dieses Handelns und verkürzt als antikommunistische, studentische Demokratiebewegung wahrgenommen. Folgerichtig werden als Zeitzeugen nur die studentischen Wortführer der Bewegung herangezogen.
In den Hintergrund tritt bei dieser Betrachtung, dass die unterdrückten Proteste Teil einer Bewegung waren, die AnhängerInnen aus allen Schichten der chinesischen Bevölkerung mobilisieren konnte - darunter auch die ArbeiterInnen, die das “chinesische Wirtschaftswunder” schufen und denen das Recht auf gewerkschaftliche Interessenvertretung weiterhin vorenthalten wird.
Deshalb wollen wir zum traurigen Jubiläum auf diese Bewegung, ihre Stärke aber auch ihre Widersprüche zurückblicken.
Goodbye Bafana
Die Kerzner Family zeigt den Film “Goodbye Bafana“. Es handelt sich um ein Filmdrama aus dem Jahr 2007, das auf den Memoiren von Nelson Mandelas Gefängniswärter James Gregory basiert. Handlung geht zunächst zurück in das Südafrika im Jahr 1968: Gegen das brutale Apartheid-Regime der National Party formiert sich immer stärkerer Widerstand. Aus Angst, die Macht zu verlieren, verbietet die weiße Regierung alle Widerstandsorganisationen, deren politische Anführer auf die Gefängnisinsel Robben Island in der Nähe von Kapstadt verbannt werden. So auch Nelson Mandela, der auf Robben Island den rassistischen Gefängniswächter James Gregory trifft. Gregory, der mit Schwarzen aufgewachsen ist und deren Sprache Xhosa beherrscht, wird Leiter der Zensurabteilung und kontrolliert die Post sowie die Gespräche der Gefangenen. Im Lauf der Zeit lernt er Nelson Mandela immer besser kennen und aus dem einstigen Rassisten Gregory wird ein Befürworter des Kampfes für ein freies Südafrika.
Repression und Solidarität
Im Zusammenhang mit der Räumung der Freien Uni, dem Widerstand gegen den G8-Gipfel in Heiligendamm und verschiedenen antifaschistischen Aktionen sind etliche von uns Opfer von Repression und Kriminalisierungsversuchen geworden. Hierzu haben sich unterschiedliche Formen von Solidaritätsarbeit entwickelt. Dies läuft z. T. politisch organisiert über die Rote Hilfe oder die politischen Zusammenhänge, in denen die Betroffenen aktiv sind. Viel Solidarität wird aber auch ganz individuell geleistet. Immer wieder sind wir aber auch aufgefordert, Menschen zu unterstützen, die in ganz anderen Zusammenhängen von Repression betroffen sind. Die gesellschaftlichen Zustände sind so, dass mit einer weiteren Kriminalisierung derjenigen gerechnet werden muss, die die herschenden Verhältnisse offen in Frage stellen. Auf diesem Treffen sollen Erfahrungen ausgetauscht werden, wie unsere derzeitige Praxis bei der Solidaritätsarbeit aussieht, von welchen Erfahrungen wir an anderen Orten wissen und welche Möglichkeiten wir sehen, effektiver zu handeln.
