Archiv - Mai 2009

Donnerstag 28.05.09, 08:07 Uhr
Freitag, 29. Mai 2009, 19 Uhr
Offene Einladung für alle Interessierten:

Vorbereitungstreffen für Salecina-Fahrt

Veranstalter: Attac Bochum und Bochumer Geschichtswerkstatt

Attac Bochum und die Bochumer Geschichtswerkstatt organisieren eine Studienreise nach Salecina (Schweiz). Sie findet vom Samstag, 27. Juni 2009 – Samstag, 4. Juli 2009 statt.
Interessierte sind zum Vorbereitungstreffen und zur Fahrt herzlich eingeladen, auch Menschen, die nicht mitfahren wollen. Wir zeigen Bilder von unserer Fahrt nach Salecina im letzten Jahr. Salecina liegt am Übergang vom Oberengadin zum Bergell, auf dem Malojapass im Kanton Graubünden. Es ist ein selbstverwaltetes Ferien- und Bildungszentrum Salecina und besteht aus zwei alten, umgebauten Landwirtschaftsgebäuden, die umgeben sind von Bergwiesen. Es wurde in den siebziger Jahren des letzten Jahrhunderts gegründet. Der Schweizer Marxist Theo Pinkus war ein Mitbegründer dieser Freizeit- und Bildungsstätte. Max Frisch und Herbert Marcuse gehörten zu den Besuchern von Salecina.
In dieser Woche werden wir einige Wanderungen sowie Ausflüge ins Bergell-Tal, nach Chiavenna und zum Comer-See (Italien) unternehmen. Wir erfahren viel über Fluchtbewegungen über die Südgrenze Graubündens zwischen 1943-1945 und werden uns mit den Folgen des Klimawandels in den Alpen auseinandersetzen.

Anmeldung bitte möglichst schnell. Kosten für Unterbringung und Verpflegung ca. 175- 260 Euro (je nach Einkommen)

Mehr zu Salecina, Bochumer Geschichtswerkstatt

Montag 25.05.09, 09:10 Uhr
Samstag, 06. Juni 2009, ab 20 Uhr
Café Emily presents:

“Strike Bike - Eine Belegschaft wird rebellisch”

ReferentIn vom RSB

Im Jahr 2007 besetzte die Belegschaft des Fahrradwerks Bike Systems in Nordhausen fast vier Monate lang den Betrieb. Eine Woche lang produzierten sie im Rahmen dieser Besetzung in eigener Regie und Verantwortung 1800 “Strike Bikes” im Oktober `07. Sie bewiesen sich selbst und aller Welt damit, dass eine selbstverwaltete Produktion in einer Fabrik mitten in Deutschland möglich ist. Viele hörten von dieser Besetzung, konnten aber nicht vor Ort sein und unterstützen.
Der Film “Strike Bike - Eine Belegschaft wird rebellisch” liefert Informationen und Eindrücke des Arbeitskampfes, indem die Arbeiterinnen und Arbeiter selbst zu Wort kommen und ihre Geschichte erzählen. Sie berichten über die Schwierigkeit, eine Betriebsbesetzung zu organisieren, und wie die Idee geboren wurde, ein Fahrrad zu produzieren. Ebenso geben sie Auskunft darüber, warum zunächst einmal nach nur einer Woche wieder Schluss war.
Statt einfache Antworten zu geben, wirft der Film mehr als folgende Fragen auf, die schon reichlich Diskussionsstoff bieten. Fragen zur IG Metall, die zunächst sofort vor Ort ist und viel Organisatorisches zur Unterstützung der BesetzerInnen regelt, auch bei Verhandlungen berät, aber dann die versprochenen Kredite für die frisch eingetretenen Mitglieder nicht gewährt. Die aber auch der Produktion eines Strike Bike skeptisch gegenübersteht, weil der Vorschlag und die Unterstützung aus der politisch “falschen”, zu linken Ecke kommen. Auch die Strukturen der Großorganisation, in der zu viele gefragt werden wollen, stehen in der Kritik.
Fragen zur Funktion der Selbstverwaltung. Ist sie nur Kampfmaßnahme oder taugt sie als durchgehendes Gesellschaftsmodell einer nichtkapitalistischen Gesellschaft? Und wenn ja, ist sie bei einer weltweiten Arbeitsteilung, wo z.B. die Fahrradrahmen im fernen China produziert werden, überhaupt möglich? … (weiterlesen)

Montag 25.05.09, 08:56 Uhr
Neu im Sozialen Zentrum Bochum

Café Emily Unberechenbar

Das Café in Zeiten der Krise

Die Krise der Wirtschaft erweist sich mehr und mehr auch als eine Krise der Linken. Nicht nur, dass sich in den Medien der Linken nichts schlaues zu diesem Thema findet, auch die von einer Linken präferierten Lösungsvorschläge werden von den Regierungen durch schlichtes Anwenden enteignet. Und von den von Links geforderten Enteignungen, etwa der Stromkonzerne, ist nicht mehr die Rede.
Insbesondere das Attac-Netzwerk, welches vor Jahren noch Aussicht versprach, als gemeinsame Plattform für Linke, exilierte SozialdemokratInnen und Umweltbewegte eine Linke zum Eingreifen in gesellschaftliche Entwicklungen zu befähigen, steht als regelrecht überflüssig da. Auf “die Banker” schimpfen und auf den Staat hoffen, das machen schließlich alle. So dass ein Sven Gigold auch guten Gewissens zu den GRÜNEN überlaufen kann. Oder andere AktivstInnen, welche die Nähe zur Staatsmacht nicht scheuen, eben zu anderen Parteien.
Für eine Linke, die sich Gehör verschaffen und eingreifen will, besteht Diskussionsbedarf. Die Bochumer attac-Campusgruppe hat sich daher entschlossen, gemeinsam mit attac-fernen Menschen ein neues Café im Bochumer Sozialen Zentrum zu eröffnen. Kommt vorbei und überlegt mit, wenn ihr der Meinung seid, das Recht haben alleine nicht reicht und die Staatsmacht nicht die Lösung ist.
Unser Café wird von zwölfjährigen Mädchen mit Spielzeugzwillen bewacht, die langhaarige und bärtige “68er-LehrerInnen aus anliegenden Gesamtschulen” freundlicherweise rekrutiert haben. Nach Auffassung Bochumer Staatsanwälte besteht also Lebensgefahr.
Bahamiten und Wahabiten wollen wir lieber nicht. Grüne dürfen vorbeikommen, wenn sie versprechen, immer zu tun, was Sven Gigold ihnen sagt. “KameradInnen” jeglicher Couleur haben definititiv keinen Zutritt.

Montag 25.05.09, 08:41 Uhr
Dienstag, 26. Mai 2009, ab 18 Uhr

“Aktive Erwerbslose” treffen sich:

Neben der gegenseitigen Unterstützung in Fragen der Alltagsbewältigung, der Jobsuche und beim Umgang mit dem Amt soll diesmal über die in der Presse angekündigten Verschlimmerungen von Hartz IV nach der Bundestagswahl gesprochen werden. Der “Absturz” des städtischen Haushalts gefährdet auch die Arbeit der “Unabhängigen Sozialberatung”. Bislang wurden die Miete und weitere Sachkosten aus dem “Initiativentopf” der Stadt mitfinanziert. “Wir rechnen mit tausenden von zusätzlichen Hartz IV-Betroffenen in Folge der Krise” meint Norbert Hermann. “Dabei steht der ARGE das Wasser eh schon bis zum Hals. Die Fehlerquote und die Anzahl der Widersprüche steigt seit Jahren. Vieles können wir auffangen. Ob wir in Zukunft weiterhin unsere “schützende Hand” über die ARGE halten können steht in Frage.”

Ab 19.00 Uhr trifft sich der Stammtisch für Betroffene mit einer selbständigen (Neben-) Tätigkeit. Weitere Treffen finden regelmässig statt am jedem zweiten und vierten Dienstag eines jeden Monats. Infos: Tel.: 0234 - 460 169

Donnerstag 21.05.09, 08:15 Uhr
Samstag, 23. Mai, ab 20 Uhr

FUB-Café-Kino: “Tierra de mujeres - Land der Frauen”

In der Beschreibung des Films heißt es: »Indigene Frauen im Kampf für ein würdiges Leben in Chiapas, Mexiko “Wir, die indigenen Frauen, haben keine gute Ernährung, keine würdige Behausung, keinerlei medizinische Versorgung, keine Bildung, keine Aussicht auf Arbeit. So überleben wir im Elend.“ Esther, Kommandantin der EZLN vor dem mexikanischen Kongress, 28. März 2001 Der Aufstand der EZLN am 1. Januar 1994 stellt zumindest für die zapatistischen Frauen einen Wendepunkt dar. In Kooperativen, in kirchlichen Frauengruppen, in Theatergruppen usw. organisieren sich die chiapanekischen Frauen und nehmen ihr Schicksal selbst in die Hand. Schritt für Schritt setzen sie sich zur Wehr in ihrem Alltag, verteidigen ihre Dörfer gegen die Militärs. Landarbeiterinnen, Lehrerinnen, Gläubige, Kunsthandwerkerinnen, Künstlerinnen, Hebammen, sie alle suchen ausgehend von ihrer eigenen Wirklichkeit nach einer besseren Zukunft. „Tierra de mujeres“ - „Land der Frauen“ zeugt von diesen Entwicklungen. Vor dem Hintergrund ausdrucksstarker Bilder berichten die Frauen selbst von ihrem Leben, ihren Schwierigkeiten und Ängsten, ihren Hoffnungen.«

Sonntag 10.05.09, 16:04 Uhr
Donnerstag, 28. Mai 2009, 20 Uhr

Vortrag: Deutscher Kolonialismus

Veranstalter: KommunistischeGruppeBochum

Während die meisten anderen europäischen Großmächte schon weit vor dem 19. Jahrhundert über beträchtliche koloniale Besitzungen verfügten, gab es in Deutschland nur wenig Bestrebungen, außerhalb Europas eine aggressive Expansionspolitik zu betreiben und ein Kolonialreich zu erbauen. Bis auf wenige Ausnahmen dauerte es bis in die 80er Jahre des 19. Jahrhunderts, ehe sich Deutsche anschickten, die Welt zu erobern, denn unter anderem Reichskanzler Bismarck war Zeit seines Lebens ein ausgesprochener Gegner kolonialer Abenteuer. So ploetzlich, wie die deutsche Kolonialpolitik begonnen hatte, endete sie allerdings auch wieder, denn durch den verlorenen ersten Weltkrieg musste das deutsche Reich alle Kolonien an die Siegermächte abtreten. Doch schon in den wenigen Jahren, die die Gebiete unter deutschen Administration verweilten, hatten deutsche Truppen eine blutige Spur durch das südliche Afrika gezogen.

Im Vortrag soll die Entstehung des deutschen Wunsches nach einem Kolonialreich nachgezeichnet werden. Ein besonderes Augenmerk wird dabei auf die Frage gelegt, inwiefern sich Kontinuitäten in den Denk- und Sichtweisen zwischen deutschem Imperialismus und Nationalsozialismus ziehen lassen, auch in Anbetracht der Frage, ob der Massenmord an den Herero ein Vorläufer desjenigen an den europäischen Juden war.

Der Vortrag findet im Rahmen des Cafes der KommunistischenGruppeBochum statt. Im Anschluss gibt es, wie an jedem Donnerstag im SZ, nette Getränke in angenehmer Atmosphäre.

Donnerstag 07.05.09, 12:30 Uhr
Samstag, 09. Mai 2009, ab 20 Uhr

FUB-Café mit Filmvorführung: “Ende der Vertretung” und “Vivir la Utopia”

Jeden zweiten und vierten Samstag im Monat findet das Café der “Freien Uni im Exil” im Sozialen Zentrum Bochum statt. Kommenden Samstag zeigen werden die Filme “Ende der Vertretung” über Emmely und den Streik im Einzelhandel sowie “Die Utopie leben” über die spanischen Revolution von 1936 mit Blick auf die anarchistische Bewegung gezeigt.

Ende der Vertretung - Emmely und der Streik im Einzelhandel (56 min)
Die Situation der Beschäftigten im Einzelhandel hat sich in den letzten Jahren drastisch verschlechtert. Während die Arbeitsbelastung immer näher an die Grenze des körperlich erträglichen geht, bleiben die Löhne immer weiter hinter den steigenden Lebenshaltungskosten zurück. Und das während die Gewinne der Unternehmen kontinuierlich ansteigen: zwischen 2000 und 2006 um 64,3%. Als die Arbeitgeber Ende 2006 die Zuschläge für Spät- und Nachtarbeit kürzen wollten, hatten sie im Empfinden vieler Beschäftigter eine Grenze überschritten: Die längste und härteste Tarifauseinandersetzung im deutschen Einzelhandel begann.

Vivir la Utopia - Die Utopie leben (95 min)
Der Film behandelt die Spanische Revolution und wirft einen Blick auf die anarchistische Bewegung in Spanien. Der Film zeigt bislang wenig bekannte Seiten der radikalen gesellschaftlichen Veränderungen, die sich während des Bürgerkriegs von 1936 bis 1939 in jenen Gebieten zutrugen, die in der Hand der Republikaner waren. Zeitzeugen aus den Reihen der Anarchisten berichten über ihre Erfahrungen. Einige von ihnen, darunter Conxa Pérez, standen Gestalten in Ken Loachs Film LAND AND FREEDOM Pate. Gesprächspartner sind 30 Überlebende der Spanischen Revolution, die in verschiedenen Teilen des Landes wohnen. Sie waren alle Anarchisten und hatten verschiedene Aufgaben und Verantwortungsbereiche. Viele von ihnen leben noch im Exil in Frankreich, Kanada, Mexiko und Venezuela. Sie sind eigens nach Spanien gekommen, um Zeugnis abzulegen.

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