Dienstag, 05. Mai 2009 ab 19 Uhr

Vortrag mit Knud Vöcking: 23 Jahre nach Tschernobyl

RWE will neue Atomkraftwerke bauen

Am 26. April jährt sich zum 23. Mal die Atomkastrophe von Tschernobyl. Es war damals für viele Menschen unvorstellbar, dass diese verbrecherische Technologie jemals wieder zu Zuge kommen könnte. Der Energiekonzern RWE mit Sitz in Essen, hat angekündigt, bis zu sieben neue Atomkraftwerke bauen zu wollen. Ganz oben auf der Investitionsliste des Konzerns steht das Atomprojekt “Belene” in Bulgarien. Als wenn es nicht nicht ohnehin schon unverantwortlich wäre, Atomkraftwerke zu betreiben, stellt dieses AKW ein potenziertes Risiko dar, weil es in einem Erdbebengebiet liegt. Es ist nur eins von mehreren Neubau-Projekten, die der Konzern in Osteuropa in Angriff nimmt. Aber auch in Großbritanien hat RWE mit der Tochter “npower” AKW-Planungen vorgestellt. Im Unterschied zu anderen großen Energieversorgern gehört RWE zu etwa einem Viertel kommunalen Anteilseignern. Auch die Stadt Bochum besitzt über ihre Töchter ein riesiges Aktienpaket von RWE.
Die Umweltorganisation “urgewald” ist maßgeblich an den Aktionen gegen den RWE-Konzern und die Planungen in Belene beteiligt. Knud Vöcking von “urgewald” berichtet am Dienstag, 5. Mai um 19.00 Uhr im SZ, über die Hintergründe der RWE-Planungen und die Aktionen der Anti-AKW-Bewegung.