Archiv - September 2008
Gabriel Kuhn: Neuer Anarchismus in den USA
Das FUB-Café lebt! Jeden zweiten und vierten Samstag im Monat findet der gemütliche Kneipenabend im Soziale Zentrum Bochum (Rottstraße 31) statt. Am Samstag, den 11. Oktober geht’s schon etwas früher als sonst los: das FUB-Café ein lädt ein um Gabriel Kuhns Berichten über die aktuellen Debatten der anarchistischen Bewegung in den USA zu lauschen. Der Einlass ist um 16:00 Uhr (Eintritt frei!). Beginnen wird die Buchvorstellung um 16:30 Uhr. Im Anschluss kann bei veganer Speis’ und genüsslichem Trank jede Verlegenheit um eine Diskussion abgelegt werden. Der Weltenbummler, Philosoph und Aktivist Gabriel Kuhn ist in diesem Jahr schon das zweite Mal auf Buchvorstellungstour. Mit seinem Buch “Neuer Anarchismus in den USA” legt er eine sehr aktuelle und umfangreiche Einsicht in die Debatten der anarchistischen Bewegung vor.
Nach den Protesten gegen das WTO-Gipfel 1999 in Seattle hatten die Medien schnell die Verantwortlichen für die „riots“ und das Scheitern des Gipfels ausgemacht - sie sind wieder da: die Anarchisten! Bestimmt nicht zuletzt dürfte es der mediale Taumel gewesen sein, der ein arg verzerrtes Bild des „neuen“ Anarchismus verbreitete und damit die Selbstverständigung der Angehörigen der vielen verschiedenen Gruppen/Strömungen provozierte. (weiterlesen)
Der 2. Oktober 1968 in Mexico und die Bewegung der Zapatisten
Am 2. Oktober 2008 jährt sich zum 40. Mal das Massaker von Tlatelolco, das das abrupte Ende der ‚68er-Bewegung’ in Mexico bedeutete. Der Jahrestag wird noch heute begangen, nicht zuletzt weil die Zahl der Opfer bis heute ungeklärt ist. Gleichzeitig wird 68 von der seit 2001 regierenden PAN als der Beginn eines Demokratisierungsprozess propagiert, der schließlich zur Abwahl der seit 70 Jahren regierenden PRI führte. Entgegen dieser Instrumentalisierung für die Rede vom heute demokratischen Mexiko, nimmt die Militarisierung des Landes zu. Seit 1994 ist mit den Zapatisten eine Bewegung an die Öffentlichkeit getreten, die auch als eine Folge von 68 interpretiert werden kann, nicht zuletzt aufgrund ihrer Abkehr von Staatsfixierung und nationalen Identitäten. Am Beispiel Mexiko soll am Vorabend des ‚deutschen Nationalfeiertages’ am 2. Oktober ein Blick geworfen werden auf die Entwicklung dort, zwischen 1968 und heute, dem Internationalismus gestern und heute und nicht zuletzt der Gretchenfrage ‚Wie hältst du’s mit der Nation?’.
ReferentIn: Olaf Berg; Lars Stubbe; N.N., ya basta Münster
In Kooperation mit AG68, Auslandsbüro der RLS in Mexico-City,Bundeskoordination Internationalismus (BuKo),Wahlkreisbüro Sevim Dagdelen (alle angefragt) Mit Grußworten über Video und live-Bericht von den Ereignissen am 2. 10.
Film: Sag niemals Nie - die Räumung der Mainzer Straße
Im Rahmen des FUB-Cafés läuft der Film “Sag niemals Nie - die Räumung der Mainzer Straße” statt. Der Film dokumentiert das Leben und den Kampf von Berliner HausbesetzerInnen gegen Faschismus und staatliche Räumungsmaßnahmen im gleichnamigen Straßenzug. Die Räumung der Mainzer Straße im Bezirk Friedrichshain war eine Straßenschlacht um zwölf besetzte Häuser und gilt als einer der massivsten Polizeieinsätze Berlins in der Nachkriegszeit. Nach der “Wende” zog es viele Autonome aus der Kreuzberger Häuserszene in den Osten der Stadt. Am 29. April 1990 wurden zwölf Häuser in der Mainzer Straße besetzt. Am Morgen des 12. November wurden drei neu besetzte Häuser von der Polizei geräumt, worauf es mittags auf der Frankfurter Allee zu einer Demonstration der BewohnerInnen kam. Aufgrund errichteter Barrikaden und ausgehobener Gräben am Ende der Mainzer Straße versuchte die Polizei bis ca. 3 Uhr vergeblich in jene einzudringen und musste sich zurückziehen. Am Morgen des 14. Novembers 1990 stürmten unter Einsatz von Wasserwerfern, Hubschraubern, Tränengas und Schusswaffen etwa 4.000 Polizisten die Straße, die von mehreren hundert Autonomen mit Steinen und Molotow Cocktails zu verteidigt wurde. Der Film des “Kollektivs Mainzer Straße” geht auf die Geschichte der Hausbesetzungen im Osten Berlins nach der Maueröffnung, verschiedene Probleme des Zusammenlebens, die Verteidigung gegen faschistische Angriffe und letztlich den Kampf gegen die Räumung ein.
Warum wir uns so gerne überwachen lassen
Die Veranstaltung fällt wegen Erkrankung der Referentin aus!
Kritische Kampagne zum Projekt Kulturhauptstadt
Einige haben es schon mitbekommen, dass einige Leute aus Bochum die Idee haben, eine kritische Kampagne zum Projekt Kulturhauptstadt 2010 zu starten. Diesbezüglich gab es in den letzten Wochen zwei Treffen. Angedacht ist es, sich mit Stadtumstrukturierung, sozialen Veränderungen in Lebens- bzw. Alltagskultur, deren Ursachen und Problematiken zu beschäftigen und dabei über Handlunsmöglichkeiten und deren Umsetzung zu diskutieren. Was passt uns nicht an dem Projekt Kulturhauptstadt, was wird dort nicht thematisiert, wo liegen unserer Meinung nach die Bedürfnisse der Menschen in der Region Ruhrgebiet? Letztes Mal haben wir u.a. über Zwischennutzung und Freiräume gesprochen und uns erste Gedanken zu möglichen Aktionen in der Stadt gemacht. Für das nächste Treffen bereitet jemand ein Inputreferat vor, das über Veränderungen der Region in den letzten Jahren informieren soll. Des weiteren wollen wir die offiziellen Projekte der Kultuhauptstadt 2010 näher beleuchten (http://www.kulturhauptstadt-europas.de/). Uns wäre es sehr wichtig, dass unsere Überlegungen nicht auf Bochum beschränkt bleiben und sich Leute aus anderen Städten und Zusammenhängen mit einbringen. Unser nächstes Treffen ist mit einem Mitbring-Buffet. Die Termine finden ca. im dreiwöchigen Rhythmus statt, wahrscheinlich oft sonntags aber mit unterschiedlichen Zeiten. Wer Lust hat ist herzlich eingeladen.
SZ-Plenum
Das SZ hat die Räume an der Rottstraße zum 31.12.2008 gekündigt und sucht neue Räume. Auf diesem Plenum wird u.a. über den zukünftigen Standort des SZ beraten.
