entflammBar: radical movie session mit “White Terror”
Das Bochumer Sozialforum zeigt in der entflammBar im Rahmen des Begleitprogramms zum Zug der Erinnerung den Film White Terror. Zum Hintergrund: In den vergangenen fünf Jahren hat sich die rechtsextreme Bewegung stark verändert: Die Veteranen sind verschwunden und an ihrer Stelle sind vor allem in den Vereinigten Staaten, Europa und Russland neue Vordenker aufgetaucht, die sich nicht zwangsweise auch ihre Köpfe kahl rasieren. Sie haben alte Symbole durch neue ersetzt und organisieren sich über selber gegründete Vertriebe, Musikclubs, Magazine, eigene Verlage und das Internet. Im Zug der Globalisierung fallen einst klar definierte Grenzen.
Der Genfer Regisseur Daniel Schweizer macht sich auf, die Propagandisten des Hasses aufzustöbern. Seine Suche führt ihn von der südschwedischen Stadt Helsingborg über Dallas bis nach Moskau.
White Power bedeutet: weltweit solidarisch, weltweit bereit. “Die extreme Rechte ist nicht mehr isoliert wie früher”, sagt der Dokumentarfilmer. “Der französische Front National, der im Europaparlament sitzt, der besucht schon mal russische Neonazis und zögert nicht, zu sagen: Du bist die Zukunft der christlichen Welt. Heute flirten etablierte rechte Parteien mit den rechten Radikalen.”
Ein Dokumentarfilm von Daniel Schweizer, 2005.

