Archiv - Januar 2008

Samstag 26.01.08, 22:04 Uhr
Freitag, 1. Februar 2008 um 18:00 Uhr
Der Streik der Belegschaft des Bosch-Siemens-Hausgerätewerks in Berlin gegen die Schließung

“Es geht nicht nur um unsere Haut”

Film, BRD, 2007 (81 min.) - Realisation: Holger Wegemann
anschl. Diskussion mit dem Filmemacher Holger Wegemann und Beteiligten am Arbeitskampf bei BSH

Zum Inhalt des Filmes: Am 6. September 2006 kommt die Belegschaft des Bosch-Siemens-Hausgeräte-Werks in Berlin-Spandau zu einer Betriebsversammlung zusammen, die bis zum 22. September dauern wird. Mit 16 Tagen wird sie zur bis dato längsten Betriebsversammlung der Bundesrepublik Deutschland. Dem vorausgegangen ist die Ankündigung der Konzernleitung, das Spandauer Werk zum Jahresende 2006 zu schließen. Die Betriebs- versammlung ist der Auftakt zu einer Reihe von Aktionen, die bis Ende Oktober dauern und weit über Berlins Grenzen hinaus ein Echo finden. So besetzt die Belegschaft schon während der Betriebsversammlung die Werkstore als die Betriebsleitung versucht, Betriebmittel aus dem Werk zu schaffen. Beim “Marsch der Solidarität” besuchen die BSH´ler andere Betriebe, auch die der “Konkurrenz” von Miele und AEG, rufen zu einer gemeinsamen Kundgebung vor der Siemenszentrale in München auf. Am 19. September stimmen mehr als 94 Prozent der BSH-Belegschaft für Streik. (weiterlesen)

Montag 21.01.08, 13:00 Uhr
Dienstag, 4. März 2008 um 19:30 Uhr

Café Campista - Vortrag: Polizeiliche Übergriffe und Gegenstrategien

Das Problem rechtswidriger Gewaltanwendung durch Polizeibeamte ist immer wieder Thema öffentlicher Diskussionen, wie zuletzt in Zusammenhang mit den Protesten gegen den G8-Gipfel in Heiligendamm. Dabei werden derartige Vorkommnisse zumeist als Ausnahme behandelt, obwohl es deutliche Hinweise darauf gibt, dass es sich um keine Einzelfälle handelt, sondern strukturelle Defizite ursächlich sind.
Nachdem das Problem in den vergangenen Jahrzehnten durch Polizei, Gewerkschaften und Verwaltung vor allem ignoriert oder abgestritten wurde, zeigen sich nun Tendenzen in eine andere Richtung.
Fragen, die zur Diskussion gestellt werden könnten: Die Struktur und Umfang rechtswidriger Gewalt durch Polizeibeamte? Umgang der Justiz mit Ermittlungsverfahren gegen Polizeibeamte? Strafverfahren gegen Polizeibeamte in der Praxis?

Eine Veranstaltung im Vorfeld des BuKo31-Kongresses (>> www.buko.info/zindex.html) vom 9.-12. Mai 2008 (Pfingsten) in Dortmund.

In Kooperation mit attac campus Bochum und der regionalen BuKo-Vorbereitungsgruppe

Montag 21.01.08, 12:52 Uhr
Dienstag, 20. Mai 2008 um 19:30 Uhr

Café Campista - Vortrag: 68 und die Arbeiter – StudentenInnen und der Klassenkampf

Sollte auch 1968 nach den Vorstellungen vieler den endgültigen Bruch mit den kapitalistischen Verhältnissen bringen? Wie verhielt sich das revolutionäre Subjekt und ihre Parteien in den Kämpfen des Jahres 1968? Welche Berührungspunkte gab es zwischen Studierende und ArbeiterInnen? Unterstützten sie sich gegenseitig bei Demonstrationen und Wilden Streiks?

ReferentIn:  Wolfgang Schaumburg (Sozialforum Bochum)
In Kooperation mit attac campus Bochum und dem GegenMachtKultur-Bündnis

siehe auch: http://rls68.twoday.net/topics/Termine+Bochum/

Montag 21.01.08, 12:45 Uhr
Dienstag, 19. Februar 2008 um 20:00 Uhr

Café Campista - Film: Das Jahr 01

L’ an 01 - bunt inspiriert von einem Comic (>> www.sami.is.free.fr/gebe) der 68er Zeit, zeigt er eine fiktive Situation, in der nichts mehr in gewohnten Bahnen verläuft: Es gibt keine festen Zeiten mehr, keine Autos, kein Fernsehen, keinen Grund zur Arbeit, dafür viel Zeit zum Reden, Spazierengehen, Singen und Lieben. Eine sehr witzige Mischung aus Reportage und Fiktion, gedanklich beeinflußt von den Idealen der 68er Bewegung und dem laissez faire der Hippies.

Jacques Doillon, 1971, Frankreich, 90 Min, mit Cavanna, Henri Guybert, Romain Bouteille, Cabu, Coluche, Jacques Higelin, Christian Clavier, Gérard Depardieu…

In Kooperation mit attac campus Bochum und dem GegenMachtKultur-Bündnis.

Montag 21.01.08, 12:40 Uhr
Dienstag, 18. März 2008 um 19:30 Uhr

Café Campista - Vortrag: Jugendkultur und Rauschkultur - 40 Jahre repressive Drogenpolitik

Oft genug haben Staat und Unternehmen mit der persönlichen Lebensführung ihrer SteuerzahlerInnen, Maschinenbedienungen und Servicekräfte zu hadern. Sie ernähren sich falsch und treiben zu wenig oder zu riskanten Sport und belasten damit die öffentlichen Kassen. Sie bekommen zu spät oder zu früh zu viele oder zu wenige Kinder oder investieren zu wenig Zeit und Geld in deren Ausbildung. Da und in ähnlich gelagerten Fällen ist – da sind sich alle einig - ein Eingreifen des Staates gefragt.
Ende der 60er rief der Drogenkonsum von Jugendlichen den Staat auf den Plan. Welche Entwicklung war dem vorausgegangen? Wie verhielt sich die Entwicklung subkultureller Rauschkultur der Nachkriegszeit zu den gesellschaftlichen Umbrüchen um „68“?
Unser Referent Axel Otto stellt die Entwicklung subkultureller Rauschkultur in den Zusammenhang von jugendlicher Sozialisation und gesellschaftlichen Umbrüchen.

In Kooperation mit attac campus Bochum und dem GegenMachtKultur-Bündnis

Montag 14.01.08, 00:48 Uhr
Freitag, 15. Februar 2008 um 20:00 Uhr

entflammBar: radical movie session mit “White Terror”

Das Bochumer Sozialforum zeigt in der entflammBar im Rahmen des Begleitprogramms zum Zug der Erinnerung den Film White Terror. Zum Hintergrund: In den vergangenen fünf Jahren hat sich die rechtsextreme Bewegung stark verändert: Die Veteranen sind verschwunden und an ihrer Stelle sind vor allem in den Vereinigten Staaten, Europa und Russland neue Vordenker aufgetaucht, die sich nicht zwangsweise auch ihre Köpfe kahl rasieren. Sie haben alte Symbole durch neue ersetzt und organisieren sich über selber gegründete Vertriebe, Musikclubs, Magazine, eigene Verlage und das Internet. Im Zug der Globalisierung fallen einst klar definierte Grenzen.
Der Genfer Regisseur Daniel Schweizer macht sich auf, die Propagandisten des Hasses aufzustöbern. Seine Suche führt ihn von der südschwedischen Stadt Helsingborg über Dallas bis nach Moskau.
White Power bedeutet: weltweit solidarisch, weltweit bereit. “Die extreme Rechte ist nicht mehr isoliert wie früher”, sagt der Dokumentarfilmer. “Der französische Front National, der im Europaparlament sitzt, der besucht schon mal russische Neonazis und zögert nicht, zu sagen: Du bist die Zukunft der christlichen Welt. Heute flirten etablierte rechte Parteien mit den rechten Radikalen.”
Ein Dokumentarfilm von Daniel Schweizer, 2005.

Donnerstag 03.01.08, 08:17 Uhr
Montag, 7. Januar 2008 um 19:00 Uhr

Sonderplenum des Sozialforums zum »Global Action Day«

Das Bochumer Sozialforum lädt zu einem Sonderplenum am Montag, den 7.1., um 19:00 Uhr in das Soziale Zentrum (Rottstr. 31) ein: »Global Action Day am 26.1.08 in Bochum« Hintergrund: Statt des jährlichen Weltsozialforums wird es in diesem Jahr einen weltweiten “Global Action Day” geben: Global Call for Action. Die internationale Sozialforumsbewegung ruft dazu auf, in der Woche um den 26.1. Aktionen für eine andere Welt zu starten und diese weltweit zu verbinden. Das Bochumer Sozialforum plant an diesem Tag eine Aktion in der Innenstadt.