Archiv - Oktober 2007

Montag 29.10.07, 17:08 Uhr
Donnerstag, 15. November 2007 um 19:30 Uhr

Veranstaltung zum Frauenabschiebeknast Neuss

” …du darfst jede Woche eine Stunde Besuch haben, du darfst jede Woche einmal anrufen,… aber wann du raus kommst, weisst du nicht…”
(zit. n. Fatma Bag - Abschiebegefangene aus Neuss)
Wir informieren über frauenspezifische Fluchtgründe und Migrationsformen und wollen zur Teilnahme an der Demonstration gegen den Frauenabschiebeknast Neuss - anlässlich des internationalen Tags gegen Gewalt gegen Frauen (25.11.) - aufrufen.
Außerdem wird es Informationen zur aktuellen Situation im Abschiebeknast Büren und den laufenden Protestaktionen geben.
Referentinnen:
Constance Etchu, the voice refugee forum,
Frauen der Initiative gegen Rassismus und Ausgrenzung Dortmund.
Beginn ist um 19.30 Uhr

Freitag 12.10.07, 11:06 Uhr
Dienstag, 16. Oktober 2007 um 20:00 Uhr
Café Campista: Diskussion mit Pedro Holz

Chile: Neoliberalismus und soziale Gegenwehr

Café Campista lädt am Dienstag, 16. Oktober, 20.00 Uhr, Soziales Zentrum, Rottstraße 31 zu eine Informationsveranstaltung über Chile ein: Auch 18 Jahre nach Ende der Militärdiktatur in Chile wird das Land immer noch stark durch die damaligen gesellschaftlichen und ökonomischen Veränderungen bestimmt. Unter der Militärdiktatur waren die Gewerkschaften und die sozialen Bewegungen zerschlagen und viele ihrer Mitglieder ermordet worden. Gleichzeitig wurde von den sog. Chicago-Boys um Milton Friedman die Bedingungen der Militärdiktatur genutzt, um ohne gesellschaftlichen Widerstand eine brutale neoliberale Wirtschaftspolitik durchzusetzen, die als Vorbild für Thatcher, Reagan und Schröder diente. Das was wir in den letzten Jahren an Privatisierung und Sozialabbau in der BRD erleben, ist in Chile unter der Militärdiktatur erprobt worden.
In Chile formieren sich aber auch zunehmend soziale Bewegungen, die sich der neoliberalen Gesellschaftswirklichkeit entgegenstellen. Ein Beispiel war ein großer Streik der SchülerInnen und StudentInnen im vergangenen Jahr.
Pedro Holz hat in der Regierung von Salvador Allende gearbeitet, wurde nach dem Putsch verhaftet und konnte in die BRD fliehen. Hier blieb er mit seiner Familie 15 Jahre im Exil. Die meiste Zeit lebte er in Bochum. 1989 konnte er nach Chile zurückkehren. Er ist z.Z. zu Gast in Bochum und wird über die aktuellen Entwicklungen in Chile berichten.

Mittwoch 10.10.07, 10:42 Uhr
Donnerstag, 18. Oktober 2007 um 19:30 Uhr

Europas neue Kriege

Buchvorstellung und Diskussion mit den Autoren Ismail Küpeli und Rudolf Mühland

Wir erleben immer wieder, wie Kriege als legitim, sogar als notwendig dargestellt werden. Die Gründe sind vielfältig — und nicht immer einfach zu durchschauen. Neben der Legitimierung einzelner konkreter Kriege muss als Teil der geistigen Mobilmachung auch der Krieg als solcher denkbar gemacht werden. Diese Denkbarmachung des Krieges läuft - vielfach unbeachtet von Kriegsgegnern - in wissenschaftlichen Diskursen der Universitäten und Think-Tanks. Politikwissenschaftler entwerfen Thesen, Theorien und Prognosen. Sie liefern Gefahreneinschätzungen für die Politiker, die darauf aufbauend Entscheidungen treffen.

In der Buchvorstellung soll neben der Kritik der wissenschaftlichen Denkbarmachung des Krieges auch versucht werden, eine allgemeine Position gegen den Krieg zu formulieren und gemeinsam zu diskutieren, was wir gegen Kriege tun können.

Montag 08.10.07, 19:02 Uhr
Donnerstag, 11. Oktober 2007 um 19:00 Uhr

Kritik der Religion

“Für Deutschland ist die Kritik der Religion im wesentlichen beendigt, und die Kritik der Religion ist die Voraussetzung aller Kritik.”(Marx) “Wohl ist die Kritik der Religion in Deutschland, wie Marx sagt, im wesentlichen vollendet, aber auch nur im wesentlichen [...] noch ist ihr Resultat keine unmittelbare, keine allgemeine, keine populäre Wahrheit.” (Feuerbach)
In der Tat ist Religionskritik nicht einmal in der Linken eine allgemeine, populäre Wahrheit. Der Vortrag versucht dies in bescheidenem Maße zu ändern. Dabei soll nicht der Fehler vieler Religionskritiker gemacht werden, nur die Ausformungen der Religion zu beschreiben, sondern es soll vielmehr nach ihrem Wesen und danach, warum sie sich, trotz aller Religionskritik, global auf dem Vormarsch befindet, gefragt werden.
Veranstalterin: Rote Antifa Bochum