Initiativ-Versammlung - Sozialticket zum Nulltarif!
Nach jahrelangem Arbeitsplatz- und Sozialabbau leben Zehntausende Bochumerinnen und Bochumer an oder unter der Armutsgrenze (=Existenzminimum + 10%). Bus und Bahn sind für sie unbezahlbar, insbesondere seit nun im Regelsatz nur noch 14,03 Euro monatlich für „fremde Verkehrsleistungen“ vorgesehen sind (2005 waren es noch 18,11 Euro).
Mobilität ist unerlässliche Voraussetzung für die Teilhabe am gesellschaftlichen und kulturellen Leben. Ohne Nulltarif im Öffentlichen Nahverkehr werden verarmte Bochumerinnen und Bochumer systematisch ausgegrenzt. Selbst Suppenküchen und Kleiderkammern sind nur zentral erreichbar.
Die faktische Mobilitätssperre für verarmte Mitbürger und Mitbürgerinnen ist ein Skandal: während heutzutage jeder Joghurt-Becher im Supermarkt eine halbe Weltreise hinter sich hat, ist für viele MitbürgerInnen schon die eigene Innenstadt kaum zu erreichen!
Ein Nullticket bringt den Betroffenen viel und kostet die Gemeinschaft wenig: Busse und Bahnen fahren sowieso!
Zusätzlich zum Sozialticket soll es bei dem Treffen auch um die Gestaltung einer “Mitfahrkampagne” gehen: Menschen mit VRR-Mitnahme-Tickets (Ticket 2000 usw.) sollen aufgefordert werden Menschen ohne Ticket mit zu nehmen um auf diese Weise ganz praktische Alltagssolidarität zu stiften. Ein kurze Skizze einer Mitfahrkampagne ist dem Anhang zu entnehmen.
Wir laden ein zu einem ersten Bündnis- bzw. Initiativ-Treffen: am 23.4. um 20 Uhr ins Soziales Zentrum.
VertreterInnen anderer Sozialticket-Initiativen (aus Dortmund bzw. Köln) werden von ihren Erfahrungen berichten.

