Das Soziale Zentrum Bochum [Anfahrt] ist das Vereinsheim des freiraum bochum e.V. und der ihm angeschlossenen Vereine und Initiativen. Zur Koordination der Aktivitäten findet zweiwöchentlich ein „Hausplenum“ statt, einmal monatlich steht das Plenum allen Interessierten offen, um den Verein kennen zu lernen.

Mit der EntflammBar (jeden Freitag ab 19 Uhr) bieten wir einen regelmäßigen Termin zum sozialen Leben im Sozialen Zentrum Bochum an. Weitere Termine können der rechten Spalte entnommen werden. Regelmäßige Gruppentreffen findet ihr [hier]. Interessierte Gäste sind uns jederzeit willkommen.

Kontakt zum Infoladen der_notstand ist jeden Freitag von 19 bis 22 Uhr und jeden Sonntag von 18 bis 21 Uhr möglich.
Die Unabhängige Sozialberatung bietet Hilfestunden jeden Dienstag von 16 bis 18 Uhr und jeden Donnerstag von 11 bis 13 Uhr.

Sonntags, 7. Februar, 21. Februar, 7. März 2009, jeweils 20.30 Uhr
KostNixLaden präsentiert:

Erwerbsarbeitskritische Filmreihe

Der KostNixLaden (mit freundlicher Unterstützung von Food Not Bombs) präsentiert in den kommenden Wochen eine erwerbsarbeitskritische Filmreihe. Los geht es am Sonntag, den 7.2. mit dem Spielfilm “It’s a Free World” von Ken Loach. Der Regisseur zeichnet die Karriere einer Unternehmerin in einer von Männern dominierten Leiharbeitsbranche nach, und wie sie durch Konkurrenzdruck und eigene Gier immer mehr Skrupel verliert. Am So., den 21.2. untersucht die Filmemacherin Eva Stotz in ihrem Debut “Sollbruchstelle”, welches Verhältnis wir zur Arbeit an sich haben und unsere Erwerbsbiographien kennzeichnet. Den Abschluss der Reihe am 7.3. bildet das klassische Filmwerk “Kuhle Wampe oder Wem gehört die Welt?”, das vom proletarischen Leben und Leiden im Berlin der Weimarer Republik in der Wirtschaftskrise erzählt.

Freitag, 19. März, ab 19.00 Uhr
Rote Hilfe Bochum/Dortmund:

Tag der Politischen Gefangenen 2010

Im März 2010 beginnt vor dem OLG Düsseldorf ein weiteres Verfahren aus dem Bereich Feindstrafrecht gegen politisch unliebsame Personen, wieder einmal einer ausländischen Organisationen. Diesmal allerdings nicht nach dem erst im Zuge der Antiterrorgesetze eingeführten § 129b StGB (Kriminelle und terroristsiche Vereinigungen im Ausland), sondern über die EU-Terrorliste in Verbindung mit § 34 Außenwirtschaftsgesetz. Rechtsanwältin Britta Eder, eine der Verteidigerinnen im Düsseldorfer Verfahren, wird über die neue Dimension dieses rechtlichen Konstrukts durch Bezugnahme auf eine, einer gerichtlichen Kontrolle vollkommen entzogenen politischen Bewertung, wer oder was terroristisch ist oder eben nicht, informieren.

Dienstag, 9. März 2010, ab 19.00 Uhr
Referent: Jürgen Peters (Freier Journalist und Bildungsreferent des Antirassistischen Bildungsforums Rheinland)

Die extreme Rechte vor den Landtagswahlen

Ein Überblick über das Spektrum der extrem rechten Wahlparteien und des Neonazismus in NRW

Die selbsternannte Bürgerbewegung “pro NRW” macht mobil, schließlich stehen die nordrhein-westfälischen Landtagswahlen vor der Tür. Zwar konnte die extrem rechte Partei bei den Kommunalwahlen 2009 punktuelle Erfolge verbuchen, diese beschränkten sich aber großteils auf das Rheinland, eine erwünschte Ausweitung auf das Ruhrgebiet scheiterte, ganz zu schweigen von den übrigen Regionen in NRW. Doch nun soll nachgelegt werden: Am 28. März möchte “pro NRW” einen “Sternmarsch” zur Merkez-Moschee in Duisburg-Marxloh durchführen, am 27. März ist in Gelsenkirchen eine “internationale Konferenz für die Einführung eines Minarettverbots” anberaumt. Bereits am Tag zuvor sollen “diverse weitere öffentlichkeitswirksame islamkritische Veranstaltungen im Herzen des Ruhrgebiets” stattfinden, darunter auch eine “Mahnwache” in Bochum. Angelegt ist das rassistische Spektakel als Provokation und mediale Inszenierung.
Auch die konkurrierende nordrhein-westfälische NPD, deren Landesgeschäftsstelle sich in Bochum befindet und die mit einem Sitz im Bochumer Stadtrat vertreten ist, betrachtet die angekündigten Aktivitäten von “pro NRW” als Provokation und als unerwünschtes Wildern im eigenen Wählerpotenzial. Also kündigt die NPD NRW um den Bochumer Claus Cremer für den 27. und 28. März eine Kundgebung und einer Demonstration “gegen die Überfremdung, Islamisierung und kulturelle Zerstörung unserer Heimat” in Duisburg an. Und hofft dabei auf tatkräftige Unterstützung der neonazistischen “Freien Kameradschaften”, deren Anbindung aber nur teilweise gelingt bzw. vorangetrieben wird. Insbesondere mit dem in NRW immer größer werdenden Spektrum der “Autonomen Nationalisten” kommt es immer wieder zu Spannungen.
Während “pro NRW” und NPD zumindest darauf hoffen können, sich bei den Landtagswahlen einen Anspruch auf Wahlkampfkostenrückerstattung zu erwirken, “pro NRW” sogar einen möglichen Einzug in den Landtag propagiert, sieht es bei den “Republikanern” (REP) und der “Deutschen Volksunion” (DVU) düster aus. Nicht wenige REP-Mitglieder und -Funktionäre haben sich bereits “pro NRW” angeschlossen, die Partei droht - nicht zuletzt aufgrund ihres Abgrenzungskurses und ihres blassen Führungspersonals - zu zerfallen. Doch für einen Wahlantritt reicht es noch, im Gegensatz zur DVU, der erst jüngst von der NPD der “Deutschlandpakt” aufgekündigt wurde und die in NRW nicht über handlungsfähige Strukturen verfügt. Bei den letzten Kommunalwahlen konnte sie nur noch einen einzigen Sitz erringen, nämlich in Dortmund.