intro

Das Soziale Zentrum Bochum (SZ) ist ein nicht kommerzieller Freiraum für politische, soziale und kulturelle Initiativen, ein sozialer Treffpunkt und ein Ort für politische und kulturelle Veranstaltungen. Das SZ ist selbstverwaltet und basisdemokratisch organisiert und wird vom freiraum bochum e.V. getragen. Jeden 1. und 3. Mittwoch im Monat findet um 18:30 Uhr ein offenes Plenum statt, zu dem alle im SZ aktiven Gruppen, Einzelpersonen und interessierte Mitmenschen eingeladen sind. Auf dem Plenum wird alles wesentliche für das Soziale Zentrum  diskutiert, geplant und entschieden.

Solidaritätserklärung mit dem AZ Wuppertal und den Betroffenen des rechten Mordversuches

Am 11. April wurde ein Antifaschist mit türkischem Migrationshintergrund vor dem AZ Wuppertal von mehreren Tätern angegriffen und mit Messerstichen in den Rücken lebensgefährlich verletzt. Zuvor hatten die drei Täter AZ-Besucher_innen mit HoGeSa-Sprüchen bedroht. Die Polizei nutzte die Gelegenheit zu einem unsäglichen Einsatz im AZ und verbreitete hinterher Falschmeldungen über den Ablauf, die von Presse unhinterfragt verbreitet wurden. Zur Richtigstellung hat das AZ selbst Pressemitteilungen veröffentlicht, die zu lesen wir allen empfehlen. Wir sind schockiert und wütend über den rechten Mordversuch in Wuppertal. Rechte Gewalt ist weiterhin ein Problem, das sich tödlich auswirkt und von Behörden dennoch oft genug bagatellisiert wird. Wir möchten unsere Solidarität mit dem Verletzten und dem AZ Wuppertal erklären. Wir wünschen euch von Herzen viel Kraft und dem schwerverletzten Genossen eine gute Genesung!

Demnächst ...

space left proudly presents: Mail-Verschlüsselung

Sa 5. Sep. 2015 - 17:00 Uhr -

 

Postkarten und E-Mails haben viele Gemeinsamkeiten. Wer Kryptisches auf eine Karte schreibt, kann neugierige Postzusteller*innen und Schlapphüte in den Wahnsinn treiben: Nach dem Versuch, das Geschriebene zu verstehen, werden sie irgendwann lallend in der Ecke hängen und ein trauriges Lied anstimmen – “Ich weiß nicht, was soll es bedeuten”.
Mit E-Mails und einer guten Verschlüsselung lässt sich der selbe Effekt bei nicht autorisierten Schnüfflern erzielen.

Und um die Echtheit eines Briefes sicher zu stellen, ging lange nichts über eine gute Unterschrift.
Warum das Ganze für E-Mail nicht mit einer digitalen Signatur perfektionieren?

Die Gruppe “space-left” bietet einen Workshop zum sicheren Verschlüsseln und zur Signierung anhand des bekannten Mail-Programms “Thunderbird” an. Auch andere Programme werden angesprochen, aber es sei schon an dieser Stelle gesagt, dass der Austausch zwischen den verschiedenen Anwendungen durch subtile Unterschiede das Leben schwer machen kann.
Wohl an, space-left lässt Euch nicht hängen!

Prayers for Bobby

So 13. Sep. 2015 - 11:00 Uhr -

„Bevor ihr zu Hause oder am Platz der Anbetung Amen widerhallen lasst, denkt und erinnert euch. Ein Kind hört zu.“ Mary Griffith

Prayers for Bobby - FlyerDer bewegende TV-Film Prayers for Bobby zeigt die wahre Geschichte von Bobby Griffith, einem jungen schwulen Mann, der aufgrund der religiösen Intoleranz seiner Mutter und seines Umfeldes Suizid begeht, sowie seiner Mutter Mary, die nicht verstehen kann, warum Gott ihren Sohn als nicht in den Himmel kommenden Sünder sterben ließ.
Heute ist Mary Griffith eine namhafte Aktivistin
für die Rechte Homosexueller.
13.9.’15 11h*
, SZ Bochum (Josephstr. 2), Eintritt frei *Vorher gibt es ein Frühstücksbuffet; Filmstart circa 12 Uhr.
Veranstaltet von Religionsfrei im Revier

Anarchistisches Organisierungstreffen Bochum

Sa 26. Sep. 2015 - 14:00 Uhr -

Im Westen nichts neues…

Die Aussichten für viele Menschen in Bochum und im restlichen Ruhrgebiet sind schon seit langer Zeit nicht besonders gut. Viele Menschen verarmen, es gibt immer weniger Arbeitsplätze, Unternehmen wie Opel oder Nokia haben Bochum verlassen. Die Stadt ist pleite und kürzt an vielen Stellen. Wir glauben nicht, dass Wahlen etwas daran ändern werden. Die Ursachen dafür liegen in der ungleichen Verteilung von Ressourcen in unserer Gesellschaft. Daran wird kein neuer Oberbürgermeister/neue Oberbürgermeisterin etwas ändern. Es geht um die Macht eines herrschenden Systems und unseren Glauben/ Erfahrung nicht über unser Leben bestimmen zu können. Für Einige spielen solche Probleme kaum eine Rolle, aber für alle haben die Wahlen nicht wirklich eine Auswirkung auf ihr Leben. Alles bleibt wie immer – der graue Alltag Es gibt vieles, was schlecht ist. Stress in Uni, Schule und Beruf; zu wenig Geld zum Leben mit oder ohne Job; Gewalt durch Familie, Polizei und andere; etc. Gleichzeitig sind auch die Zeitungen voll mit schlechten Nachrichten: Brennende Flüchtlingsheime, Klimawandel, Sparpolitik, etc. Wann haben Wahlen jemals etwas daran geändert? Erst recht auf unseren Alltag haben Parlamentsdebatten und politische Machtspielchen keinen Einfluss, Wahlen geben uns höchstens die Illusion, dass wir etwas ändern könnten. Das ist aber falsch. In Griechenland wurde vor einem halben Jahr eine vermeintlich “radikale” Regierung gewählt, die versprochen hat die Kürzungspolitik der EU/Deutschlands und ihrer Vorgänger*innen zu beenden. Sechs Monate später führt sie selbst noch härtere Sparmahnahnen durch.Das ist nur ein Beispiel der Enttäuschungen durch Parlamente. Die Liste ließe sich fast endlos fortsetzen. Wie lange werden wir die immer gleichen Enttäuschungen weiter hinnehmen?. Wir haben es satt das weiter tatenlos mit anzusehen. Du auch? Sich organisieren und selber handeln! Wenn sich wirklich etwas ändern soll, dann müssen wir es selber ändern! Der Weg zu einer Welt ohne Unterdrückung ist lang, aber wir können jetzt anfangen Schritt für Schritt die Kontrolle über unsere Leben zu gewinnen. Umsonstläden¹, Küchen für Alle², selbstverwaltete Häuser und viele andere Projekte zeigen durch ihre solidarische Praxis, dass ein anderes Zusammenleben möglich ist. Wir wollen uns nicht länger von Parlamenten und Regierungen kontrollieren lassen. Wäre es nicht schön wenn es keine Chef*innen, Lehrer*innen Politiker*innen oder Polizist*innen mehr gäbe, die uns zu etwas zwingen? Wir wollen über unser eigenes Leben selber entscheiden. Das nennen wir Anarchismus. Unser Ziel ist es, uns gemeinsam zu organisieren, um zu benennen, verstehen und anzugehen was uns unterdrückt. Je mehr Menschen gemeinsam an einem anderen Zusammenleben arbeiten und bereit sind politisch aktiv zu sein, desto mehr können sie erreichen, deshalb wollen wir uns gemeinsam organisieren. Bestehende anarchistische Projekte wollen wir stärken, neue aufbauen und die Vernetzung dieser vorantreiben. Hören wir auf unsere Stimme abzugeben und fangen wir an zu handeln! Wenn du mitmachen willst komme am 26.09 um 14.00 Uhr ins Soziale Zentrum in der Josephstr.2. Menschen, die sich rassistisch, sexistisch, antisemitisch, nationalistisch oder sonst wie menschenfeindlich verhalten sind nicht willkommen. Mehr Infos auf: anarchiebochum.blogsport.eu

¹Läden in denen Menschen frei Dinge bringen die sie nicht brauchen und mitnehmen was sie brauchen.

²Gemeinschaftliches Kochen. Das (meist vegane) Essen wird anschließend gegen Spende verteilt um alle Menschen die Möglichkeit zu geben satt zu werden.